Simmern | Qualitätssiegel für Hernienchirurgie

Oberarzt Dr. Michael Bohn, Chefarzt und Privatdozent Dr. med. Stefan A. Müller und Oberarzt Dr. Michael Federhenn

Auszeichnung für die Allgemein- und Viszeralchirurgie an der Hunsrück Klinik Simmern. Der Fachbereich unter Leitung von Chefarzt und Privatdozent Dr. med. Stefan A. Müller wurde von der Deutschen Herniengesellschaft (DHG) mit dem Qualitätssiegel „Qualitätsgesicherte Hernienchirurgie“ ausgezeichnet. Das Siegel bescheinigt eine hohe Qualität bei der Behandlung von Eingeweide- und Bauchwandbrüchen, den sogenannten Hernien. Unter anderem bei Leisten-, Nabel-, Zwerchfell- oder Narbenbrüchen sind Betroffene in der Hunsrück Klinik in den besten Händen.

„Die Abteilung Allgemein- und Viszeralchirurgie an der Hunsrück Klinik verfügt über sehr große Erfahrung in diesem Bereich, daher war es der richtige Schritt, uns für das Qualitätssiegel der Deutschen Herniengesellschaft zu bewerben. Damit können wir die hohe chirurgische Qualität, die wir unseren Patientinnen und Patienten anbieten, auch dokumentieren“, freut sich Krankenhausdirektor Rainer Frischmann über die Auszeichnung.

Das erfahrene Team um Chefarzt Dr. Müller versorgt jährlich mehr als 300 Patienten mit Bauchwandbrüchen, vom einfachen Leistenbruch bis hin zu komplexen Brüchen der Bauchwand. Umso wichtiger sei es, erklärt Müller, dass sowohl die Beratung als auch die eigentlichen Eingriffe mit einer sehr hohen Qualität durchgeführt würden. „In Simmern bieten wir sämtliche etablierte und moderne Operationsverfahren an. Wann immer es möglich ist, wenden wir die „Schlüssellochtechnik" an, da diese für den Patienten besonders schonend ist. Bei sehr

großen Leistenbrüchen oder wenn eine Vollnarkose zu risikoreich ist, wird das offene Verfahren nach Lichtenstein angewandt“, erklärt der Facharzt für Chirurgie, Viszeralchirurgie und Spezielle Viszeralchirurgie, der seit 2019 in der Hunsrück Klink arbeitet. Welche Technik jedoch schließlich angewendet wird, wird in Simmern ganz detailliert mit den Patienten besprochen und gemeinsam entschieden.

Voraussetzung für den Erhalt des Siegels ist die Mitgliedschaft des Chefarztes und der Oberärzte, Dr med. Michael Federhenn und Dr. med. Michael Bohn, in der Deutschen Herniengesellschaft (DHG) sowie die Teilnahme an der Qualitätssicherungsstudie „Herniamed“. Bei dieser Studie verpflichten sich die Teilnehmer, alle bei ihnen behandelten Fälle von Hernien nach standardisierten wissenschaftlichen Kriterien anonymisiert in eine Datenbank einzupflegen und bis zu zehn Jahren nach der Operation zu verfolgen. Die Ergebnisse der Qualitätssicherung werden zur Verbesserung medizinischer Leitlinien genutzt, die deutschlandweit als Richtwerte für hernienchirurgische Eingriffe fungieren.

In seiner Sprechstunde können sich Patientinnen und Patienten montags bei Dr. Federhenn und mittwochs bei Privatdozent Dr. Müller vorstellen. Eine Terminvereinbarung ist unter der Telefon-Nr. 06761/81-1465 möglich.