Corona-Impfung: Eremitage der Wohnungslosenhilfe ist auf dem Weg in den gewohnten Alltag

Vorsichtiges Aufatmen: Die vorerst letzte Corona-Impfrunde für Bewohner, Bewohnerinnen, Ehrenamtliche und Mitarbeitende der Eremitage macht Hoffnung auf einen gewohnten Alltag in dieser Einrichtung der Wohnungslosenhilfe.

Schon zum dritten Mal kam das mobile Impfteam des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in die Eremitage, eine Einrichtung der Wohnungslosenhilfe der Stiftung kreuznacher diakonie. Diejenigen der rund 90 Bewohnerinnen und Bewohner, Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen, die bei der Erstimpfung AstraZeneca erhalten hatten, bekamen nun nach zwölfwöchigem Abstand ihren zweiten Piks. „Wir hatten uns schon kurz vor Weihnachten registriert. Sobald das Impfportal freigeschaltet war, habe ich die Meldungen gemacht“, berichtet Diakon Heiner Trauthig. Der Einrichtungsleiter freut sich, dass nun wieder etwas Alltag einkehren wird. Die Aufenthaltsräume werden hoffentlich in Kürze wieder geöffnet und – ganz wichtig für die Bewohnerinnen und Bewohner: „Wir können wieder zusammen Mittag essen.“

Die Abstands- und Hygienegebote stellten große Herausforderungen für die Betroffenen dar, denn in der Einrichtung für Wohnungslose wurde alles getan, um sich selbst und andere zu schützen. „Ich bin stolz darauf, dass es durch die Disziplin von allen Beteiligten gelungen ist, Corona komplett rauszuhalten“, sagt Trauthig.

Welche Bestimmungen nun gelockert werden können, hängt von der nächsten Corona-Landesverordnung ab. „Wir würden gerne innerhalb der Einrichtung darauf verzichten, Masken zu tragen – und intern ein Fest feiern. Das haben wir uns jetzt verdient!“, sagt der Einrichtungsleiter.

Auch für Besucherinnen und Besucher öffnet sich die Eremitage schrittweise: Am Samstag, 3. Juli, bietet der Bücherflohmarkt in der Zeit von 9.30 bis 14 Uhr eine große Auswahl an gebrauchten Romanen, Krimis, Fach- und Sachbüchern.

Zudem möchte sich die Wohnungslosenhilfe bei der Vitaltour Eremitenpfad, die über das Gelände der Eremitage führt, einbringen: „Wir planen ein kleines gastronomisches Angebot – aber Genaues wird derzeit noch nicht verraten“, schürt Trauthig die Neugier.