Tiergestützte Seelsorge: Alpakas für das Herz und die Seele

Pfarrerin Wiltrud Bauer mit ihren Alpakas im Hospiz

Pfarrerin Wiltrud Bauer mit ihren Alpakas im Hospiz

Ein eher ungewöhnlicher Anblick, wenn flauschige Alpakas durch die Flure des Fliedner Hospizes traben. Tiergestützte Seelsorge ist das, was Pfarrerin Wiltrud Bauer den Bewohnerinnen und Bewohnern mit ihren Tierbegegnungen anbietet. Ihr Besuch war lange nicht möglich, coronabedingt durften die Tiere nicht ins Hospiz kommen. Doch nun war es endlich so weit. Zwei Alpakas besuchten die schwerstkranken Menschen auf ihren Zimmern, ließen sich streicheln und füttern.

"Tiere können nicht lügen, können sich nicht mit ihrem Willen für Gut oder Böse - oder was sie dafür halten - entscheiden. Sie benötigen keine Worte. Sie haben eine ganz eigene Theologie, die für manche Menschen mehr in ihrer Seele zum Klingen bringt, als Gespräche und viele Worte", schreibt Pfarrerin Wiltrud Bauer auf ihrer Homepage www.seelsorge-tiergestuetzt.de.

Sie hat sich für die tiergestützte Seelsorge mit Alpakas entschlossen. Für sie sind es sensible, zurückhaltende Tiere - und dabei gleichzeitig sehr neugierig: „Und: Ja, Alpakas machen auch einfach Spaß! Lebensfreude zu gewinnen gehört zu den zentralen Aufgaben der Seelsorge".

Dass man durch Tiere einen ganz unbedarften Zugang zu Menschen gewinnt, hat sich längst in der Hospizarbeit bewährt und ist fester Bestandteil davon geworden. Deshalb gibt es in allen Hospizen der Stiftung kreuznacher diakonie Haustiere und die Bewohnerinnen und Bewohner dürfen ihre eigenen Haustiere mitbringen. Regelmäßig kommen speziell ausgebildete Therapiehunde ins Hospiz.