Simmern | Hunsrück Klinik punktet mit Händehygiene und holt Bronze

Rainer Frischmann (Krankenhausdirektor), Susanne Sabel (Hygienefachkraft), Konrad Härtel (Assistenzarzt Innere und Koordinator der ASH-Lenkungsgruppe), Dr. med. Elena Ribel (Ärztliche Direktorin) und Kristina Theodoropoulos (Pflegedirektorin) mit dem Bronze-Zertifikat der „Aktion Saubere Hände“.

SIMMERN. Für die vorbildliche Umsetzung von Maßnahmen zur Händedesinfektion ist die Hunsrück Klinik in Simmern mit dem Bronze-Zertifikat der bundesweiten „Aktion Saubere Hände“ (ASH) ausgezeichnet worden. „Händehygiene ist im Krankenhaus essentiell. Wir freuen uns sehr über diesen Erfolg, der das aktive Engagement unseres Klinikpersonals offiziell bestätigt und unseren Patienten Sicherheit gibt“, betont Dr. med. Elena Ribel, Ärztliche Direktorin der Hunsrück Klinik. Seit 2018 hat das Klinik-Team auf diese Auszeichnung hingearbeitet und einen umfangreichen Anforderungskatalog erfüllt.

Nicht erst seit COVID-19 ist regelmäßiges Händewaschen und Desinfizieren das einfachste und effizienteste Mittel, um die Übertragung von Krankheitserregern zu verhindern. „Gerade kranke Menschen oder frisch operierte Patienten sind während des Klinikaufenthaltes besonders anfällig für Infektionen“, erklärt Ribel. „Deshalb wollen wir auch Besucher und Angehörige für dieses wichtige Thema sensibilisieren. Sie sollten bei einem Krankenbesuch die Hände unmittelbar vor Betreten und nach Verlassen des Patientenzimmerns desinfizieren. Dazu haben wir die Anzahl der Spender im Krankenhaus deutlich erhöht.“

Unerlässlich ist die konsequente und richtig durchgeführte Händehygiene für ärztliche Mitarbeiter und Pflegkräfte. Insgesamt 3.597 Liter Desinfektionsmittel, das entspricht etwa 24 vollen Badewannen, hat die Klinik im letzten Jahr verbraucht. Neben der Messung des Verbrauchs wird die Anzahl und Verfügbarkeit von Desinfektionsmittelspendern auf den einzelnen Stationen erfasst. „Anhand der Zahlen können wir Rückschlüsse auf die Anzahl der Händedesinfektionen pro Patient und Tag ziehen und uns mit anderen vergleichen“, erklärt Hygienefachkraft Susanne Sabel. Weitere Bausteine sind regelmäßige Hygieneschulungen, Fortbildungen sowie ASH-Aktionstage in der Klinik. Dabei werden Mitarbeitende, Patienten und Besucher bei der korrekten Händedesinfektion angeleitet und informiert, warum diese Maßnahme so wichtig für die Patientensicherheit ist.

Das Bronze-Zertifikat ist damit nicht nur für die Hunsrück Klinik eine wichtige Auszeichnung, sondern auch für Patienten und ihre Angehörigen ein zuverlässiger Indikator für die hohen Hygienestandards in Simmern.

„Das Zertifikat bestätigt, dass wir alle Voraussetzungen für eine vorbildliche und indikationsgerechte Händedesinfektion erfüllen. Aber darauf wollen wir uns nicht ausruhen“, informiert Sabel. „Unser Ziel ist es nun, auch die anderen beiden Stufen des Zertifikats zu erreichen und bereits im nächsten Jahr mit Silber ausgezeichnet zu werden.“

Für die Qualitätsüberprüfung muss das Klinik-Team mehrere Jahre hintereinander einen umfangreichen Anforderungskatalog erfüllen. Auf einigen Stationen hat die Hunsrück Klinik bereits mit Compliance-Beobachtungen begonnen. Dabei wird genau dokumentiert, wie die Maßnahmen zur korrekten Händehygiene auf den Stationen umgesetzt werden. Das ist ein erster Schritt in Richtung Silber-Zertifikat.

Die „Aktion Saubere Hände“ basiert auf der WHO-Kampagne „Clean Care is Safer Care“. Sie wurde 2008 mit Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit als nationale Kampagne ins Leben gerufen. Ziel ist die Verbreitung und Etablierung der Hygienischen Händedesinfektion in allen Einrichtungen des Gesundheitswesens als eine grundlegende Maßnahme zur Vermeidung von Infektionen – und damit die Verbesserung der Patientensicherheit.