Gemeinsames Frühstück als Dankeschön

Ehrenamtliche der Wohnungslosenhilfe in Idar-ObersteinJulia Hosser-Schulz

Helferinnen und Helfer, die die Einkäufe im Advent festlich verpackt hatten, trafen sich zu einem Frühstück im Horizont in Idar-Oberstein

Rund 2.900 Euro erbrachte die 16. Auflage der Geschenke-Einpack-Aktion im Globus Idar-Oberstein, die der Markt auf 3.000 Euro aufgerundet hat. 72 Helferinnen und Helfer leisteten im Dezember 295 Stunden ehrenamtlichen Dienst am Geschenke-Einpackstand. Zum Abschluss der Spendenaktion lud die Wohnungslosenhilfe zu einem Frühstück in den Tagesaufenthalt Horizont ein. Dieter Groh-Woike, Leiter der Wohnungslosenhilfe in Idar-Oberstein, dankte den Helferinnen und Helfern: „Wir sind glücklich, dass so viele Menschen ihre wertvolle Zeit für die gute Sache opfern.“ Ebenso bedankte er sich für die gute Kooperation mit dem Globus Idar-Oberstein.

Einzigartiges Engagement
Seit Jahren beteiligen sich unterschiedliche Gruppen an der Spendenaktion. Bereits seit 2003 sind die Helferinnen vom Frauenkreis der evangelischen Kirchengemeinde Brücken beim Geschenke einpacken aktiv, und schon seit 2005 unterstützt die Selbsthilfegruppe krebserkrankter Frauen unter der Leitung von Erni Weber die Spendenaktion aktiv. Zudem hat in diesem Jahr Doreen Müller von der Firma Adam Elektrotechnik über das Netzwerk der Betriebe im Industriegebiet „Am Kreuz“ zur Beteiligung am Geschenke-Einpack-Service aufgerufen und einige Helferinnen und Helfer motiviert.

Vor Ort konnte Groh-Woike die Helferinnen und Helfer davon überzeugen, dass jeder Cent an Spenden für den Horizont die hilfsbedürftigen Menschen erreicht. Für die niedrigschwelligen Hilfeangebote im Horizont übernehmen die Stadt Idar-Oberstein und die Kreisverwaltung Birkenfeld die Finanzierung nur zum Teil. Der Horizont ist daher auf Spenden angewiesen.

Der Tagesaufenthalt und die Tafel sind die Anlaufstellen für einkommensschwache Menschen in der Region. „Mit dem Ansatz, den Klienten in Krisensituationen mit fachlicher Beratung beizustehen, versprechen wir uns eine nachhaltige Verbesserung der schwierigen Situation hilfsbedürftiger Menschen. Wir ermutigen die Betroffenen, ihre eigenen Fähigkeiten besser zu nutzen“, erläutert Groh-Woike die Arbeitsweise im Horizont. So erhalten beispielweise alleinerziehende Mütter Unterstützung bei der Beantragung von existenzsichernden Leistungen wie Erziehungs- und Kindergeld. Briefe aus Schule und Kindergarten stellen vor allem Mütter mit Migrationshintergrund vor Schwierigkeiten. Immer wieder verstehen hilfsbedürftige Menschen – auch ohne Migrationshintergrund – Anträge oder Schriftverkehr mit Behörden nicht.

Etwa 60 Menschen besuchen jeden Tag den Tagesaufenthalt, der im vergangenen Jahr an mindesten 350 Tagen geöffnet war. Von Montag bis Samstag wird vor Ort ein Mittagessen gekocht, sonntags gibt es einen Brunch. Die Lebensmittel kommen zum Teil von der Tafel. Das Kochen, den Service und auch das Putzen wird  von einigen Besuchern des Tagesaufenthaltes übernommen. So kann der Horizont für einige Menschen in Notlagen auch eine sinnvolle Beschäftigung anbieten.