Gute Nachrichten für Frauen in schwierigen Lebenslagen: Das Café Bunt hat seine Öffnungszeiten erweitert und ist ab sofort auch samstags geöffnet. Das zusätzliche Angebot schließt eine Lücke in der regionalen Versorgung, denn ein regelmäßiger Tagesaufenthalt speziell für Frauen in Not ist hier am Samstag bislang einzigartig.
Von Montag bis Freitag ist das Café Bunt, eine Einrichtung der Wohnungslosenhilfe der Stiftung kreuznacher diakonie, von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Neu hinzu kommt der Samstag von 14.30 bis 17 Uhr. Gerade an den Wochenenden fehlte vielen Frauen bislang eine Anlaufstelle.
Das Café Bunt richtet sich an Frauen, die auf der Straße leben, wohnungslos sind oder waren, von Armut betroffen sind oder sich in persönlichen Krisen befinden. Auch Frauen mit Kindern sind willkommen. „Viele unserer Besucherinnen sehen sich großen Herausforderungen gegenüber, etwa durch Sucht, psychischen Belastungen oder Gewalterfahrungen. Im Café Bunt finden sie einen Raum, in dem sie zur Ruhe kommen können“, erklärt die langjährige Einrichtungsleiterin Doris Häfner-Kairo.
Der Tagesaufenthalt bietet den Frauen mehr als einen Freiraum. Die Frauen erhalten hier ein warmes Mittagessen, können gemeinsam Kaffee trinken, ins Gespräch kommen oder sich bewusst zurückziehen. Es stehen auch Angebote wie Duschen, Wäsche waschen oder Secondhand-Kleidung zur Verfügung. Unter der Woche vermittelt das ausschließlich aus Frauen bestehende Team bei Bedarf in weiterführende Beratungsangebote. Immer freiwillig und ohne Druck.
„Uns ist es wichtig, dass hier im Café Bunt regelmäßig dieselben Ansprechpartnerinnen arbeiten. Das gilt auch für die Ehrenamtlerinnen“, sagt Doris Häfner-Kairo. „Wir unterstützen die Besucherinnen dabei, ihren Alltag zu bewältigen und neue Schritte zu gehen.“ Jeden Tag nutzen 20 bis 25 Frauen dieses Angebot. Oft befinden sie sich in akuten Notsituationen. Für viele ist das Café Bunt ein erster Anker. Ein Ort, der Halt gibt, wenn sonst wenig bleibt.
Frühstück, das warme Mittagessen, Spiele, Ausflüge oder Kreativangebote werden größtenteils durch Spenden finanziert. Wer helfen möchte, findet weitere Informationen und Spendenmöglichkeiten hier (externer Link zur Bank für Kirche und Diakonie)
