Sommerfest war ein voller Erfolg – Gäste haben den Tag genossen
MEISENHEIM. Strahlende Gesichter, Live-Musik von den Boneshakers und eine Gemeinschaft, die verbindet: das Bodelschwingh Zentrum in Meisenheim hat wieder zum Sommerfest geladen.Für die Bewohnerinnen, Bewohner, Angehörige, Nachbarn und viele Gäste aus Meisenheim und Umgebung war es unvergesslicher Tag voller Begegnungen. Dass dieses Fest der Teilhabe so lebendig gefeiert werden konnte, verdankt die Einrichtung vor allem dem außerordentlichen Engagement der Mitarbeitenden.
Das Sommerfest ist jedes Jahr ein absoluter Höhepunkt im Kalender der Wohneinrichtung für Menschen mit Beeinträchtigungen. Von einem liebevoll gestalteten Gottesdienst mit Standortpfarrerin Heidi Walker über kreative Mitmach-Aktionen bis hin zu kulinarischen Köstlichkeiten wurde alles dafür getan, den Festgästen einen tollen Tag zu bescheren.
Die perfekte Stimmung macht mehr deutlich, wie wichtig und bereichernd echte, unkomplizierte gesellschaftliche Teilhabe für alle Beteiligten ist. Hinter den Kulissen und mittendrin sorgten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wohneinrichtung mit viel Herzblut dafür, dass jede und jeder Einzelne barrierefrei am Geschehen teilnehmen konnte. Ob bei der monatelangen Vorbereitung, der individuellen Begleitung während des Festes oder beim spontanen Tanz vor der Bühne – das Team bewies einmal mehr, dass Barrierefreiheit im Kopf beginnt und durch echtes Engagement gelebt wird.
Das Bodelschwingh Zentrum in Meisenheim (Kreis Bad Kreuznach) ist eine Einrichtung für Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen, mit mehrfach Schwerstbehinderungen und Verhaltensauffälligkeiten. Hier gibt es Wohnangebote für Erwachsene (auch in Außenwohngruppen) sowie für Kinder und Jugendliche – insgesamt fast 400 Wohnplätze. Am Standort befindet sich die Bodelschwingh Schule, eine Förderschule mit den Schwerpunkten ganzheitliche und motorische Einschränkungen, zwei Werkstätten (WfbM), eine Tagesförderstätte sowie Tagesstrukturangebote. Fast 550 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den verschiedensten Fachbereichen bilden ein Team, das Soziale Teilhabe für die Bewohnerinnen und Bewohner sichert.
„Unsere Mitarbeitenden und die Ehrenamtlichen sind das Fundament für ein solches Fest der Begegnung“, betont Sozialpädagoge Marco Wietrzychowski, der den Wohnbereich II des Zentrums leitet. Wie wichtig die Arbeit der Behindertenhilfe für das gesellschaftliche Miteinander ist, zeigte auch der rege Besuch aus der Nachbarschaft und der lokalen Politik. Bei kühlen Getränken und guten Gesprächen wurden bestehende Berührungsängste ganz nebenbei abgebaut. Marco Wietrzychowski: „Wenn Menschen mit und ohne Beeinträchtigung zusammen feiern, lachen, essen und tanzen, lebt die Gemeinschaft.“