MEISENHEIM. Ein Tapetenwechsel tut jedem gut, dachte sich Nadine Ackva-Hahn vom Team Teilhabe, Freizeit, Bildung des Bodelschwingh Zentrums in Meisenheim. Deshalb war die zertifizierte Reittherapeutin und Waldpädagogin jetzt mit sieben Bewohnerinnen und Bewohnern für ein paar Tage im Walderlebniszentrum Soonwald.
Erholungsreise mit Lerneffekt
Jeder kennt es: Man erholt sich, lernt neue Leute kennen, bekommt neue Eindrücke und lernt immer etwas dazu. Das Walderlebniszentrum Soonwald bei Stromberg im Hunsrück ist ein Gemeinschaftsprojekt der Landesforsten Rheinland-Pfalz und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Hier kann der Wald ganzheitlich mit allen Sinnen erlebt werden. Also genau das richtige Ziel, um raus aus dem Alltag zu kommen.
Zusammen mit Christel Görner als Begleitperson zogen die sieben Bewohnerinnen der Meisenheimer Wohneinrichtung für Menschen mit Behinderungen zusammen mit Nadine Ackva-Hahn im Walderlebniszentrum ein. Nach dem Mittagessen stand direkt ein Ausflug in den Wald zum Zwergendorf auf dem Programm. Neben kleinen Edelsteinen, die als Souvenir mit nach Hause genommen werden durften, gab es noch fast alles rund um das Thema Bäume zu entdecken. Warum sehen die Blätter eigentlich so aus, als hätten sie Adern? Wie sorgen die Bäume dafür, dass wir Menschen genügend Sauerstoff zum Atmen haben?
Walderlebniszentrum Soonwald
Spannend war auch der örtliche Ameisenhügel und die Feststellung, „dass die Ameisen gar nicht mehr so fix sind wie im Sommer und sich mehr im Bau aufhalten.“
Als Waldpädagogin weiß Nadine Ackva-Hahn: „Durch Reisen können unsere Bewohnerinnen und Bewohner die Welt kennenlernen, Selbstbewusstsein tanken und Erfahrungen sammeln – wie jeder andere Reisende auch.“ So waren auch die folgenden Tage vollgepackt mit spannenden Erlebnissen: Da baute jede und jeder einen eigenen Nistkasten für die heimischen Vögel, die in und um das Bodelschwingh Zentrum immer gerne fröhlich zwitschern. Wieder draußen, drehte sich alles um Schlammlöcher und die dazugehörigen Wildschweine. Die suhlen sich im Sommer gerne darin, zum Schutz gegen die Sonne und zur Parasitenabwehr.
Nachtwanderung im Mondschein
Bevor es am letzten Tag nach Rheinböllen in den Tierpark ging, galt es noch ein letztes Abenteuer zu bestehen: die Nachtwanderung im Mondschein. Und auch hier war die Reisegruppe ein gutes Team, das sich auf so einer Reise gegenseitig anspornt und immer dann hilft, wenn irgendein Problem auftaucht. So haben alle gemeinsam das Ziel erreicht: Einfach viel Spaß haben!
