BAD KREUZNACH. In Werkstätten haben Menschen mit Behinderungen einen sicheren, unkündbaren Arbeitsplatz. Aber nicht nur! Werkstätten leisten auch pädagogische, therapeutische und pflegerische Unterstützung. Zudem gilt es in diesem Netzwerk, die Persönlichkeit zu entwickeln, berufliche Bildung zu erhalten und soziale Beziehungen zu pflegen. Unter dieser Prämisse fand jetzt auch die Gesundheitswoche in Bad Kreuznach statt.
Sascha Richter, Betriebsleiter der Werkstatt KH1, erklärt: „Werkstätten sind für Menschen mit Behinderungen sehr viel mehr als nur ein Arbeitsplatz. Die Gesundheitswoche haben wir genutzt, um beispielsweise Bewegungsangebote zu machen, Resilienz und Achtsamkeit zu stärken und das Bewusstsein für gute Ernährung zu fördern.“
„Der Apfel“ war dabei nur ein Thema: Geschmack und viele Infos mit einem Quiz, Sprichwörtern und Redewendungen aber auch einer Kostprobe vermittelt. Die Pflanzung eines Apfelbaumes wird nachhaltig an diesen Teil der Gesundheitswoche erinnern. Ähnlich wurden auch das Brot und Bewegung an den Mann und die Frau gebracht. So organisierte die Werkstatt einen Spaziergang ins Salinental - vor allem für Rollstuhlfahrer, ein Fahrrad-Training, und einen Ausflug nach Bad Sobernheim.
Der Betrieb Bad Kreuznach 1 bietet vor allem Menschen mit Schwerstmehrfachbehinderung, erworbenen Hirnschädigungen (MEH) und schweren chronischen Erkrankungen (etwa Multiple Sklerose, Amyotrophe Lateralsklerose) ein geschütztes Arbeitsumfeld. Zum Betrieb gehören eine Druckerei, eine Buchbindewerksatt, die Holz- und Schieferbearbeitung, Hauswirtschaft und Wäscherei und das Lager.
