Sohren | Cafeteria entführt Seniorinnen und Senioren in die 60er Jahre

Einweihung der Caféteria im Pfarrer Kurt Velten Altenpflegeheim

Tanz und Gesang zu Musik aus den 60er Jahren

Die neu gestaltete Cafeteria im Pfarrer Kurt Velten Altenpflegeheim in Sohren schafft es, selbst bei trübem Wetter gute Laune zu zaubern. Schließlich sind die Wände seit wenigen Wochen in einem leuchtenden Orange-Ton gestrichen, an manchen Stellen von einigen Bahnen Foto-Tapete unterbrochen. Ein Vespa-Roller, der zum Regal umfunktioniert wurde, ein Retro-Kühlschrank, Blechschilder an den Wänden, Blechdosen auf den Fensterrahmen, ein altes, funktionstüchtiges Radio an der Stirnseite des Raumes – kurz: Es ist alles da, um sich in die 50-er/60-er Jahre und die Zeiten des Rock´n´Roll hineinzuversetzen. Jetzt, wo auch noch die letzten Bilder hängen, feierten Einrichtungsleiter Carsten Bachert sowie das Team der Sozialen Betreuung rund um Silke Hamann eine Einweihungsparty. Thomas Gebert aus Kastellaun sorgte für die musikalische Unterhaltung und traf offenbar auf Anhieb den Geschmack der Seniorinnen und Senioren mit „Mexiko“, den „Weißen Rosen aus Athen“ und „Ramona“.

Zwei Stunden lang sangen die Gäste in der Cafeteria mit und viele von ihnen nutzten die Gelegenheit, das Tanzbein zu schwingen. Ihre leuchtenden Augen sind reicher Lohn für Bachert, der in immer mehr Räumen seiner Einrichtung, die zur Seniorenhilfe der Stiftung kreuznacher diakonie gehört, eine Milieu-Gestaltung umsetzt. Insbesondere in den Bereichen, die von allen gemeinsam genutzt werden. „Mit der Cafeteria, die ja auch von den meisten als Speiseraum genutzt wird, bewegen wir uns gestalterisch in den 60-er Jahren und sind damit in der Zeit angekommen, die unsere Bewohnerinnen und Bewohner geprägt hat. Sie fühlen sich hier sichtlich wohl“, erzählt er. Angefangen hatte das Projekt schon im vergangenen Jahr, als klar war, dass die Cafeteria neue Stühle braucht. Bei der letzten gemeinsamen Weihnachtsfeier zusammen mit den Angehörigen 2019 wurde auch eines klar: „Wir brauchten mehr Platz!“ Daher wurde die große Theke, die einst den langgezogenen Raum ausgerechnet an seiner schmalsten Stelle zusätzlich verengte, abgebaut. Über den neuen Bodenbelag entschieden die Seniorinnen und Senioren selbst – die Firma stellte vier Wochen lang verschiedene Muster aus und die Wahl fiel auf einen grauen Vinylboden. „Als der lag, haben wir alle erst gesehen, wie groß der Raum tatsächlich ist“, lächelt Bachert. Die farbliche Gestaltung der Wände und die teils grellbunten Akzente lassen den Raum regelrecht leuchten.

Eine Etage höher ist gleichzeitig ein elegantes „Herrenzimmer“ entstanden. Da die Wohnküche im ersten Stock nicht mehr gebraucht wurde, bekamen die Wände einen grünen Anstrich. Ein großer Esstisch ist mit Tischdecke, Tischläufer, Obstschale, silbernem Kerzenleuchter und Blumenvase ausgestattet und lädt zum Verweilen ein. Auf den kleinen Schränken und dem großen Büffet aus dunklem Holz stehen liebevoll zusammengetragene Deko-Gegenstände und bei Bedarf stünde sogar ein original-Nachttopf zur Verfügung. Passende Bilder an den Wänden runden das Ganze ab. Pläne für eine neue Gestaltung des Eingangsbereiches gibt es übrigens auch schon.

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