Operetten-Revue begeisterte Zuschauer in der Diakonie Kirche

"Pocket Opera" in der Diakonie Kirche

Das "Pocket-Opera"-Ensemble beim Abschlusslied "Arirang", das gemeinsam mit dem Publikum in der Diakonie Kirche intoniert wurde.

Eine „exotische Operetten-Revue“ mit Tanz hatte Alma De Lon von der gleichnamigen „Pocket Opera“ versprochen – und die Uraufführung von „Im Bann der Hibiskusblüte“ in der Diakonie Kirche der Stiftung kreuznacher diakonie war sehr gut besucht. Nach der „Zauberflöte“ im vergangenen Jahr erzählte das Ensemble diesmal die Geschichte eines angehenden Kaiserpaares, das nach der Liebe des Herrschers zu einer anderen Frau erst noch zusammenfinden muss. Währenddessen bereiten Verwandte und Freunde das große Hochzeitsfest vor. Sehr geschickt wurden dabei Werke von Franz Lehár, Robert Stolz, Paul Abraham, Ralph Benatzky, Johann Strauß, Emmerich Kálmán, Karl Millöcker und Nico Dostal miteinander verknüpft. Passend zum Lied „Dunkelrote Rosen“ gab es auch zwei langstielige Exemplare dieser Blumen von Sänger Jochen Elbert für zwei Damen im Publikum. Neben Alma De Lon überzeugten die Sängerinnen und Sänger des gesamten Ensembles, bei vielen Liedern wippten Füße oder Köpfe im Takt, und beim bekannten „Es muss was wunderbares sein, von dir geliebt zu werden“ summte so mancher im Publikum mit. Stehende Ovationen belohnten nach gut anderthalb Stunden auch das kleine Orchester, das links vor dem Altarraum seinen Platz gefunden hatte und dessen Musiker mit offensichtlicher Freude am Werk waren.

Den musikalischen Abschluss des Abends bildete das in Korea sehr beliebte Lied „Arirang“, zu dessen Intonierung das Ensemble auch das Publikum in der Diakonie Kirche einlud. Gleich im Anschluss waren die Konzertbesucher noch zu einem „Meet and greet“ mit den Künstlern ins benachbarte Mutterhaus eingeladen, wo es neben Getränken auch ein koreanisches Buffet gab. „Wir sind unglaublich gerne hier“, betonte Alma De Lon, „hier dürfen wir uns austoben.“ Der Empfang sei wieder sehr freundlich gewesen, und sollte das Ensemble im kommenden Jahr noch einmal auftreten dürfen, dann könne man ja schon von einer Tradition sprechen. 

Mehr als 1500 Euro Spendengelder kamen an diesem Abend zusammen, den die Dr. Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung überhaupt erst ermöglicht hatte. Dieses Geld kommt den Bad Kreuznacher Senioreneinrichtungen der Stiftung kreuznacher diakonie zugute. „Wir werden davon musikalische Angebote im Elisabeth Jaeger Haus finanzieren“, versprach Einrichtungsleiter Diakon Michael Stahl. Im Wohnpark Sophie Scholl soll mit diesem Geld ein Ausflug der Bewohnerinnen und Bewohner auf den Kreuznacher Jahrmarkt organisiert werden.