Bad Kreuznach | Roxheimer spenden 600 Euro für das Eugenie Michels Hospiz

Traditionell wird beim Neujahrsempfang der Gemeinde in der Roxheimer Birkenberghalle Geld für gute Zwecke gesammelt. In diesem Jahr wurde unter anderem das Eugenie Michels Hospiz der Stiftung kreuznacher diakonie bedacht. Ortsbürgermeister Frank Bellmann überreichte jetzt eine Spende von 600 Euro an Einrichtungsleiter Diakon Tobias Gotre.

Das Eugenie Michels Hospiz ist nicht nur in der Stadt Bad Kreuznach, sondern im ganzen Landkreis eine bekannte und geschätzte Einrichtung. „Wie wichtig das Hospiz für die Menschen in der Region ist, das erfährt man immer wieder in Gesprächen“, schildert Ortsbürgermeister Bellmann die Motivation für die Spende. „Wir begleiten das Leben. Hospiz heißt auf Deutsch Gasthaus“, erläutert Tobias Gotre das Prinzip der Hospizarbeit. Danach steht das Wohlbefinden der Gäste im Mittelpunkt. „Sie sollen hier zur Ruhe kommen und dazu gehört, dass sie ihren Tagesablauf selbst bestimmen“, unterstreicht der Diakon.

In der Einrichtung im Bösgrunder Weg, die mit zwölf Plätzen zu den größeren Hospizen im Land zählt, können Menschen in ihrer letzten Lebensphase nicht nur optimal palliativ versorgt werden, sondern auch ein Stück Seelenruhe finden. „Sie können jederzeit Besuch empfangen und auch ihr Haustier oder ein persönliches Lieblingsmöbelstück mitbringen“, erklärt Tobias Gotre. Die fachliche Begleitung in der letzten Lebensphase setzt oft ungeahnte Kräfte in den schwerstkranken Menschen frei, so seine Erfahrung.

Ein wichtiger Baustein für das Wohlbefinden der Gäste im Hospiz sind die ehrenamtlich Mitarbeitenden. Sie schenken Zeit oder sorgen dafür, dass kleine Wünsche erfüllt werden können - zum Beispiel ein Ausflug auf den Jahrmarkt oder an die Zugstrecke der Kreiznacher Narrefahrt. Auf dem Tisch im gemütlichen Begegnungsraum stehen frische Blumen. Sie sind ein Beispiel dafür, wofür Spenden im Hospiz verwendet werden: für kleine Wohlfühlakzente – im Begegnungsraum ebenso wie in den Zimmern der Gäste. Aber auch besondere Angebote, wie die tiergestützte Therapie, werden durch Spendengelder möglich gemacht. Durch Kranken- und Pflegekassen werden 95 Prozent der Kosten im Hospiz abgedeckt, die Deckungslücke von fünf Prozent muss über Spendenmittel finanziert werden.