Hinter Stefan Ackermann, Frauke Euen und Denise Wageck liegt eine anstrengende, aber auch erfüllende Zeit: Zwei Jahre lang haben sie berufsbegleitend die Diakonen-Ausbildung bei der Stiftung kreuznacher diakonie absolviert. Am ersten Advent wurden sie in der Diakonie Kirche feierlich eingesegnet. Alle drei sind in der Jugendarbeit tätig und wurden von ihren jeweiligen Kirchengemeinden an die Nahe entsandt, um hier die Ausbildung zur Diakonin und zum Diakon zu absolvieren. Stefan Ackermann ist als Jugendreferent im Dekanat Bergzabern tätig, Frauke Euen kommt aus der Evangelischen Kirchengemeinde Prüm, Denise Wageck wiederum arbeitet im Kirchenkreis Trier.
Dass sie sich bei der Auswahl des Predigt-Textes ausgerechnet für Matthäus Kapitel 18, Vers 20 entschieden haben, gab Pfarrer Michael May zu denken: „Geben Sie es zu: Sie sind mir auf die Schliche gekommen. Ich bin leidenschaftlicher Skat-Spieler und online ist mein Nutzername Mt 18,20.“ Wegen der ersten Reizwerte in diesem Spiel. Im Evangelium steht an dieser Stelle: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ Das klinge christlich-kuschelig, so als könne es in Kirche und Diakonie keinen Streit geben, so Michael May, Leiter des Referats Ethik, Diakonik, Seelsorge der Stiftung. In der Jugendarbeit gehe es aber nicht darum, mögliche Konflikte zu vermeiden, sondern darum, Räume zu schaffen, in denen alles zur Sprache kommen kann, was die jungen Menschen bewege – „immer im Vertrauen darauf, dass Jesus mitten unter uns ist.“ Als Diakoninnen und Diakon im Dauereinsatz müssten sie nicht jede Gruppe retten – aber sie dürften sich senden lassen. „Gott traut es euch zu, die Wege mit den jungen Menschen zu gehen“, ermutigte er die drei.
Auf die Einsegnung durch den Theologen im Vorstand der Stiftung kreuznacher diakonie, Pfarrer Prof. Dr. Holger Böckel, folgte noch die Aufnahme in die Diakonische Gemeinschaft Paulinum (DGP) durch deren Ältesten, Diakon Mario Klein. Die DGP ist ein Zusammenschluss von Diakoninnen und Diakonen, die innerhalb und außerhalb der Stiftung tätig sind. Bei der anschließenden Feier im Luthersaal blieb Zeit, auf die Jahre der Ausbildung zurückzublicken und den Nachfolgerinnen und Nachfolgern Mut zu machen für den Weg, der noch vor ihnen liegt bis zur Einsegnung am Ersten Advent 2027.
