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Einweihung "Haus am Berg"
Stiftung kreuznacher diakonie

Einweihung des neuen Wohnhauses auf dem Hüttenberg

Einen Gehörschutz, ein Paar Wanderschuhe und eine Bibel: Diese Utensilien fanden sich in der „vergessenen“ Umzugskiste, die Pfarrer Michael May und Diakonin Britta Schelian, Leiterin Wohnen, während ihrer Andacht auspackten. Auf dem Hüttenberg wurde das neue „Haus am Berg“, in dem 24 Menschen mit Behinderung ein neues Zuhause finden, feierlich eingeweiht. Und dazu gehört bei der Stiftung kreuznacher diakonie auch eine Andacht.

Die Requisiten fassten die Geschichte des neuen Hauses trefflich zusammen. Man musste gemeinsam einen weiten Weg gehen, von der mehrjährigen Planungsphase bis zum Bau – dafür standen die Wanderschuhe. Die Bewohnerinnen und Bewohner können sich nun in Einzelappartements wohlfühlen und haben ihre Ruhe, brauchen also keinen Gehörschutz mehr, weil der Mitbewohner Fernsehen schaut. Und die Bibel? Die wird weiter gebraucht.

Das neue Gebäude war notwendig geworden, weil die baulichen und räumlichen Gegebenheiten im historischen Haupthaus nicht mehr den Ansprüchen genügten. Das betraf sowohl die pflegerischen Aspekte als auch die Platzverhältnisse. Zudem ist es heute Standard, dass jeder Bewohner und jede Bewohnerin über ein eigenes Bad verfügen kann. Ein Umbau des Haupthauses unter diesen Gesichtspunkten wäre zu teuer gewesen; daher fiel die Entscheidung zum Neubau.

Das „Haus am Berg“ besteht aus drei Gebäudeteilen mit jeweils acht Appartements, Gemeinschaftsräumen und einem Pflegebad. Am rund 2,8 Millionen Euro teuren Bau waren ausschließlich Firmen aus der Region beteiligt. Nach rund einem Jahr Bauzeit konnte das Gebäude im Sommer bezogen werden. Es bietet rund 1150 Quadratmeter Wohnfläche und beherbergt auch die neue Heizungsanlage, die den gesamten Standort mit Wärme versorgt, erläuterte Architekt Steffen Jung.

Franz-Josef Bormann wohnt mit seiner Ehefrau Eveline Gräff-Bormann im neuen Haus. „Mir gefällt es hier wirklich sehr gut, viel besser als im Haupthaus“, berichtet der 80-Jährige den zahlreichen Gästen, die am Rundgang teilnahmen. Eigene Bäder, jedes Zimmer mit Terrasse, umfassende Barrierefreiheit, großzügige gemeinschaftliche Wohnküchen und Freizeitbereiche: ein Zuhause zum Wohlfühlen.

„Wir wünschen allen Bewohnerinnen und Bewohnern und Mitarbeitenden, dass es ihnen im neuen Haus gut gehen möge, sie Freundschaften finden und zufrieden leben“, sagte Diakon Oliver Schardt, Geschäftsbereichsleiter Wohnen und ambulante Assistenz. Neben Stadtbürgermeister Michael Greiner gratulierten auch der Erste Kreisbeigeordnete Hans-Dirk Nies, der Landtagsabgeordnete Dr. Denis Alt und Pfarrerin Ulrike Scholtheis-Wenzel. In ihren Grußworten betonten sie, wie fest die Stiftung kreuznacher diakonie mit Bad Sobernheim verwurzelt ist: „Schön, Sie in unserer Mitte zu haben!“

 
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