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Praxis Strahlentherapie
Stiftung kreuznacher diakonie

Innovative Technik in der Strahlentherapie

Vor einem Jahr eröffnete Dr. Adrian Staab seine Praxis für Strahlentherapie im neuen Facharztzentrum vor dem Diakonie Krankenhaus der Stiftung kreuznacher diakonie. Seit Ende letzten Jahres kommt dort neben dem strahlenden Herzstück, einem digitalen Linearbeschleuniger, zusätzlich eine innovative Technik bei der Behandlung onkologischer Patienten zum Einsatz. Diese schont Herz und Lunge und gewährleistet besonders bei der Bestrahlung der linken, also herzseitigen Brust eine zielgenaue Therapie. „Unsere Praxis ist die einzige in Bad Kreuznach und Umgebung, in der dieses Verfahren zum Einsatz kommt“, sagt Staab. Beim Tag der Offenen Tür am 31. Januar können sich Interessierte die neue Technik erläutern lassen.

Bei grün wird bestrahlt
Die Herausforderung liegt in der Anatomie begründet: Das Herz liegt sehr nahe an der Brustwand. Grundsätzlich eine sichere, weil sehr geschützte Lage. Aber schwer zu „umgehen“ bei der Bestrahlung von Patientinnen mit Brustkrebs. Deshalb nutzen Staab und sein Team mit der neuen Technik genau den Moment, in dem sich die Brustwand am weitesten vom Herzen abhebt. „Während der Behandlung atmen die Patientinnen zunächst tief ein, halten dann für wenige Sekunden den Atem an. Ist der maximale Abstand zum Herzen erreicht, gibt die Atemwächter-Technik grünes Licht und die Bestrahlung erfolgt“, erklärt Staab das Verfahren. Während der insgesamt wenige Minuten dauernden Prozedur überwachen drei Kameras millimetergenau tausende Punkte auf der Haut und erkennen jede Bewegung. Durch ein kleines Display in Sichtweite der Patientin kann diese durch farbige Balken selbst sehen, ob Position und Atmung optimal sind, denn dann erscheint ein grüner Balken. Wenn der Balken sich gelb oder rot verfärbt, wird die Bestrahlung unterbrochen und nachjustiert.

Kooperationspartner der Stiftung kreuznacher diakonie
Die Stiftung kreuznacher diakonie ist Kooperationspartner der Praxis. Dadurch kommt die neue Technik zur Bestrahlung den Patientinnen und Patienten des Diakonie Krankenhauses in Bad Kreuznach sowie der Hunsrück Klinik Simmern, wo ein Brustzentrum angesiedelt ist, unmittelbar zugute. Dr. Thorsten Junkermann, Geschäftsführer des Geschäftsfeldes Krankenhäuser und Hospize der Stiftung kreuznacher diakonie, freut sich, dass sich die Praxis Staab schon im ersten Jahr gut etabliert hat und weiter auf Innovationskurs ist. „Interdisziplinarität ist für die Krankenhäuser und Hospize der Stiftung kreuznacher diakonie ein zentrales Thema. Die Auffächerung der medizinischen Disziplinen führt immer mehr zur Spezialisierung. Die Folge ist, dass die Experten sich in ihrem Segment jeweils hervorragend auskennen. Komplexe Erkrankungen wie Krebs bedürfen aber einer Gesamtsicht, also einer Bündelung des Spezialwissens. Und dazu ist es wichtig, den stationären Bereich stärker als bisher zu vernetzen. Unsere Zusammenarbeit mit der Praxis Staab ist ein wichtiger Faden dieses Netzwerks, an dem wir weiter knüpfen.“

Tag der offenen Tür am 31.01.2018

Am Mittwoch, 31. Januar, ab 14 Uhr, lädt die Praxis für Strahlentherapie von Dr. Staab, Ringstraße 64a in Bad Kreuznach, zum Tag der offenen Tür ein. Da können sich alle Interessierten vor Ort über die neue Technologie informieren, die auch für die Bestrahlung anderer Krebsarten eingesetzt wird.

 
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