Mehr als 60 Gäste waren der Einladung des Aenne Wimmers Hospizes der Stiftung kreuznacher diakonie in das Paul-Schneider-Haus nach Simmern gefolgt. Hier stand bei einer Podiumsdiskussion „Das neue Bestattungsgesetz – Gelungene Balance zwischen Tradition und Individualität?“ zur Diskussion. Unter der Moderation von Hospiz-Seelsorger Pfarrer Volker Dressel diskutieren die Landtagsabgeordneten Michael Simon (SPD) und Tobias Vogt (CDU), sowie der Obermeister Bestatter-Innung Koblenz, Patrick Merscher und Stefan Nober vom Bistum Trier. „Wir waren positiv überrascht von dieser Resonanz und würden gerne noch einmal eine solche Veranstaltung anbieten“, so die Bilanz der katholischen Seelsorgerin Andrea Nörling und von Ulrike Hüppchen, der pflegerischen Leiterin des Hospizes.
Patrick Merscher hat sich intensiv mit dem neuen Bestattungsrecht auseinandergesetzt, das seit dem 27. September in Kraft ist, und konnte schon einige Fragen in Richtung Vorsorge und Willenserklärungen von Verstorbenen beantworten. Allerdings bleibt noch ganz viel ungeklärt, weil es noch keine konkreten Bestimmungen zur Durchführung gibt. „Was passiert, wenn Geschwister untereinander zerstritten sind, mit der Urne ihrer Mutter?“, „Wie sorge ich dafür, dass mein Wille durchgeführt wird?“ und viele weitere Fragen führten dazu, dass die zwei Stunden wie im Fluge vergingen. In der Pause nutzten haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende des Hospizes die Gelegenheit, um bei Getränken und einem kleinen Snack mit den Gästen ins Gespräch zu kommen. „Wir wurden oft gefragt, wie wir dazu stehen“, berichtet Ulrike Hüppchen. Aufgrund ihrer Erfahrungen in der engen Begleitung von Menschen am Ende ihres Lebens bieten die Mitarbeitenden den Angehörigen, Freundinnen und Freunden neben dem Trost eben oft auch ganz praktische Hilfestellungen. Und so ist es kein Wunder, dass die von Kornelia Faber geplante Veranstaltung so gut ankam, dass es dieses Angebot auch noch einmal geben soll.
