Bad Kreuznach | Haus St. Josef gedenkt der Verstorbenen

Wenn sich das Kirchenjahr seinem Ende nähert, dann ist es im Haus St. Josef, einer Einrichtung der Diakonie Seniorenhilfe gGmbH in Bad Kreuznach, eine gut gepflegte Tradition, mit einem würdevollen ökumenischen Gedenk-Gottesdienst an die Verstorbenen des Jahres zu erinnern. Pfarrerin Sabine Stierle aus Bad Kreuznach gestaltete dieses Gedenken zusammen mit Alltagsbegleiterin Stephanie Dingeldein und unter Beteiligung des multiprofessionellen Teams der Einrichtung, das aus Sozialer Betreuung, Hauswirtschaft und Pflege besteht. In feierlicher Atmosphäre wurden im Wohnbereich des Hauses St. Josef die Namen der 38 Verstorbenen verlesen. Für jede und jeden wurde eine Kerze entzündet, Fürbitten sowie Lesungen vorgetragen. Ein bewegender Moment für die ebenfalls eingeladenen An- und Zugehörigen. „Auch wenn ihre Lieben verstorben sind, fühlen sich ihre An- und Zugehörigen dem Haus St. Josef noch immer sehr verbunden. Das gemeinsame Erinnern ist für viele von ihnen und für unsere Mitarbeitenden ein Ereignis, das ihnen im Prozess des Abschied-nehmens wichtig ist“, weiß Isabell Petermann, Leiterin der Sozialen Betreuung. Das hohe persönliche Engagement, die Authentizität sowie die richtige Mischung aus Fachlichkeit und Herzlichkeit der Mitarbeitenden überzeugen hier immer wieder.  

Als Zeichen des Gedenkens erhielten alle An- und Zugehörigen im Vorfeld eine Tischleuchte mit einem Engelmotiv. Diese kleine Leuchte sollte nicht nur Licht in den Raum bringen, sondern auch als Symbol des Trostes und der Hoffnung dienen – „Das Licht der Kerze ist wie ein Gebet, das weitergeht und der Engel ein Zeichen, das Spuren des Trostes und der Hoffnung auf Leben weitertragen kann", so Pfarrerin Stierle. Einige der verstorbenen Bewohnerinnen und Bewohner lebten viele Jahre im Haus St. Josef, wodurch tiefe Bindungen und persönliche Beziehungen entstanden sind. Das jährliche gemeinsame Gedenken an diese Menschen liegt den Mitarbeitenden sehr am Herzen. Sie mussten in diesem Jahr auch Abschied nehmen von einer langjährigen und geschätzten Kollegin. Innerhalb der Konzeption der Sterbebegleitung und seelsorgerischen Begleitung der Einrichtung in der Mühlenstraße ist der Gedenkgottesdienst fest verankert, ebenso wie das Angebot eines Kondolenzbuches und die Begleitung zu Beerdigungen, sofern dies gewünscht wird. In diesem Sinne dankt das Team des Hauses allen, die an diesem besonderen Moment der Erinnerung und des Trostes teilgenommen haben. Nach dem Gottesdienst gab es bei einem Umtrunk noch die Gelegenheit, sich über die gemeinsamen Erinnerungen an die Verstorbenen auszutauschen.