Bad Kreuznach | Seniorenhilfe ist für Janine ein Karriere-Booster

Stiftungen kreuznacher diakonie/Andrea Djifroudi

Vor fünf Jahren noch Azubi, heute auf dem Weg zu einer Führungsposition

BAD KREUNACH. Karriere-Booster Pflege! Die Pflegebranche wandelt sich rasant und bietet ambitionierten Nachwuchskräften hochattraktive Karrierewege. Bestes Beispiel ist die 24-jährige Janine Hänichen aus Staudernheim an der Nahe (Kreis Bad Kreuznach). Sie hat bei der Seniorenhilfe der Stiftung kreuznacher diakonie 2021 zunächst die generalistische Pflegeausbildung begonnen. Wenige Monate später begann sie parallel zur Ausbildung ihr Duales Studium, das inzwischen erfolgreich abgeschlossen ist. Und den nächsten Schritt ist die Frau auch schon angegangen: Als Management-Trainee wird sie jetzt Führungsprozesse aktiv mitgestalten. 

Janine Hänichen gibt offen zu: „Die doppelte Qualifikation war intensiv, aber ich habe in der Arbeit mit Seniorinnen und Senioren das gefunden, was mir wirklich Spaß macht. Außerdem habe ich in der Seniorenhilfe immer Menschen gehabt, die mich unterstützt haben.“ Jetzt verbindet sie ihr Praxiswissen aus der generalistischen Pflegeausbildung, die sowohl für die Pflege in Senioreneinrichtungen als auch die Krankenpflege vorbereitet, mit ihrem wissenschaftlichem Know-how.

Warum sie nach dem Abitur in die Seniorenhilfe gegangenen ist? Janine Hänichen lächelt und sagt ganz bestimmt: „Es ist die Wertschätzung die einem Menschen entgegenbringen, wenn sie fragen: Du kommst doch morgen wieder?“ Sie vertritt die Ansicht: Wenn einem die Arbeit Spaß macht, ist man auch gut darin.“ 

Das Duale Studium bei der Stiftung kreuznacher diakonie ist eine Chance für Menschen, die wissen, was ihre Berufung ist: In Kooperation mit der Katholischen Hochschule Mainz wird ein Bachelorstudium im Bereich Pflege parallel zur Ausbildung und Arbeit in der Praxis der Einrichtungen und der Fachschule für Gesundheits- und Pflegeberufe der Stiftung absolviert. Das verlangt von den Studierenden aber auch von den Ausbildungsträgern viel Organisation und eine enge Taktung. Die Studierenden der Stiftung kreuznacher diakonie haben den Vorteil, dass sie als Träger vieles in der eigenen Struktur anbieten und deshalb auch so durchtakten kann, dass Mitarbeitende wie Janine Hänichen der Weg geebnet wird: “Ich habe mich immer unterstützt und gefördert gefühlt. Ich kann das nur weiterempfehlen.“ 

In der Regel nach 4,5 Jahre steht der akademischen Grad „Bachelor of Science Gesundheit & Pflege“ (Katholische Hochschule Mainz) auf der Abschlussurkunde. Die Zulassungsbedingungen regeln sich nach den allgemeinen Hochschulzugangsberechtigungen und setzen einen Ausbildungsplatz an Skd-Schule voraus.

Für Janine Hänichen hat es sich gelohnt, dran zu bleiben. Als Trainee kann sie ihr Wissen nutzen, um die Pflege zu verbessern und künftig eine Leitungsposition einzunehmen. „Pflegedienstleitung“ wäre also ihr nächster Schritt und vielleicht später mal eine „Einrichtungsleitung“, sagt sie. 

Daniel Parker, der die Seniorenhilfe in Rheinland-Pfalz, verantwortet, erklärt: „Die Seniorenhilfe setzt mit diesem Trainee-Programm ein klares Zeichen gegen den Fachkräftemangel. Durch die Verknüpfung von akademischer Bildung und Tarifpraxis entstehen moderne Berufsbilder mit exzellenten Aufstiegsaussichten. Absolventen wie Janine Hänichen übernehmen schnell Verantwortung in der Pflegedienstleitung oder im Qualitätsmanagement und prägen die Zukunft der Seniorenhilfe entscheidend mit.“ Er gratuliert der 24-Jährigen und freut sich, dass die Seniorenhilfe den Weg der jungen Nachwuchskraft bisher gut begleiten konnte.