Ein großartiger Erfolg für das Team der Orthopädie und Unfallchirurgie der Diakonie Kliniken Hunsrück: Sie sind mit der höchsten Zertifizierungsstufe in Sachen Gelenkersatz ausgezeichnet und dürfen sich ab sofort „Endprothetikzentrum der Maximalversorgung“ (EPZmax) nennen. Damit gehört die Klinik zu den 13 Einrichtungen in Rheinland-Pfalz, die die strengen Anforderungen der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) erfüllen.
Das Zertifikat der EndoCert-lnitiative steht für höchste medizinische Kompetenz, geprüfte Qualität und messbare Patientensicherheit bei den in Simmern durchgeführten Gelenkersatzoperationen. Entscheidend ist dabei nicht allein die Zahl der Operationen, sondern die Erfahrung jedes einzelnen Operateurs. Die Klinik hat gleich fünf davon. Die Senior-Hauptoperateure Dr. Erik Rothenbach (Chefarzt und Leiter des EPZmax), Dr. Markus Goldhofer (Leitender Oberarzt) und Dr. Daniel Faber (Oberarzt und Koordinator des EPZmax) müssen jährlich mindestens 100 endoprothetische Eingriffe im Jahr nachweisen. Hinzu kommen die beiden Hauptoperateure und Oberärzte Christian Ley und Manuel Lincke, die jeweils mindestens 50 Eingriffe erbringen müssen.
In den letzten fünf Jahren hat sich die Zahl der Endoprothetik-Operationen auf deutlich über 900 fast verfünffacht. Sowohl bei der Versorgung mit Knie- als auch mit Hüftprothesen verzeichnet Simmern einen deutlichen Anstieg der Patientenzahlen. Dies ist eine Konstanz, die für Qualität, Routine und Sicherheit steht.
Doch Zahlen erzählen nicht die ganze Geschichte. Zu den Qualitätskriterien eines EPZmax gehören neben den Fallzahlen und Qualifikationen der Operierenden auch eine moderne medizinische Ausstattung, innovative minimalinvasive Operationstechniken und eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit.
Chefarzt Dr. Erik Rothenbach betont: „Uns geht es nicht um die Statistik. Wir operieren Menschen mit einer eigenen individuellen Geschichte, persönlichen Fragen und Sorgen. Deswegen werden wir weiterhin alles tun, um mit moderner Medizin, Menschlichkeit und individuellen Therapien unsere Patientinnen und Patienten bestmöglich zu versorgen.“
Bestes Beispiel für eine patientenzentrierte Versorgung ist das vor fünf Jahren eingeführte Endo-Fast-Track-Verfahren. Es handelt sich um einen strukturierten, wissenschaftlich fundierten Behandlungspfad, der Patientinnen und Patienten auf dem Weg zurück in den Alltag begleitet. „Fast Track“ – zu Deutsch „Überholspur“ – steht für schnellere Erholung, weniger Komplikationen und eine höhere Lebensqualität nach einem operativen Eingriff. Ein Baustein ist die Patientenschule, die die Patienten umfassend auf geplante Gelenkoperationen vorbereitet. Während der Operation selbst setzt das Team auf minimalinvasive, gewebeschonende Techniken und moderne Narkoseverfahren, die eine schnellere Erholung ermöglichen. Noch am Tag des Eingriffs beginnen die ersten physiotherapeutischen Übungen. Die schnelle Mobilisation soll den Heilungsverlauf positiv beeinflussen und beschleunigen.
Das Ergebnis überzeugt: Zum dritten Mal in Folge liegt die Weiterempfehlungsquote der Patientinnen und Patienten bei 100 Prozent. Ein starkes Zeichen für medizinische Exzellenz, Teamgeist und gelebte Menschlichkeit.
„Das erfolgreiche Überwachungsaudit und die Ernennung zum EPZmax sind ein Gemeinschaftsergebnis aller Kolleginnen und Kollegen, Mein herzlicher Dank gilt insbesondere unserem Zentrumskoordinator, Herrn Dr. Faber, und unserer Pflegedirektorin Frau Ricke. Noch dankbarer bin ich über die sehr positiven Rückmeldungen unserer Patientinnen und Patienten. Für uns alle ist es ein großartiges Gefühl, wenn sie schmerzfrei und zufrieden nach Hause gehen.“
Auch Geschäftsführerin Carina Esch zeigt sich stolz über die Auszeichnung: „Diese Zertifizierung ist eine großartige Bestätigung für das medizinische Können und das außergewöhnliche Engagement des pflegerischen und ärztlichen Teams. Mein herzlicher Glückwunsch gilt allen Beteiligten. Unser gemeinsamer Anspruch ist es, Patientinnen und Patienten in Simmern nicht nur medizinisch exzellent, sondern auch menschlich gut zu betreuen.“
Mit dem Status als EPZmax stellt Simmern seine herausragende Stellung in der Region unter Beweis – nicht nur für Patientinnen und Patienten, die mittlerweile auch von der Mosel, dem Mittelrhein und dem Mainzer Raum kommen, sondern auch für den medizinischen Nachwuchs. Als Lehrkrankenhaus der Universität Mainz und Weiterbildungsstätte bietet die Klinik jungen Medizinerinnen und Medizinern eine attraktive Perspektive für ihre fachliche Entwicklung – und stärkt zugleich die Gesundheitsversorgung im Rhein-Hunsrück-Kreis.
