Startschuss für ein neues Kapitel in der Kinder- und Jugendhilfe In Rechtenbach
RECHTENBACH. Startschuss für ein neues Kapitel in der Kinder- und Jugendhilfe „Haus Zoar“ in Hüttenberg-Rechtenbach (Lahn-Dill-Kreis): Ezvandiar Kolgie hat seit dem 15. Juli 2026 die Einrichtungsleitung offiziell übernommen. Als eine der ältesten Jugendhilfeeinrichtungen in Hessen hat das Haus Zoar seit vielen Jahren den Anspruch, Tradition mit der stetigen Weiterentwicklung innovativer pädagogischer Konzepte zu verbinden.
Mit viel Empathie, moderner pädagogischer Vision und einer riesigen Portion Vorfreude leitet der 37-Jährige ab sofort das Team und die in der Region verwurzelte Institution. Der ausschlaggebende Punkt für den Wechsel war die klare Spezialisierung auf die tiergestützte Therapie. Für den neuen Leiter ein absoluter Wunsch-Match, da hier die Pferde oft der Türöffner für das Vertrauen der Kinder- und Jugendlichen sind.
Ezvandiar Kolgie hat nicht nur Soziale Arbeit in Frankfurt studiert, sondern unter anderem fast acht Jahre die Ambulanten Hilfe der Welle gGmbH in der Metropole geleitet. Er bringt also viel Erfahrungen mit. Diese Erfahrungen und seine ausgewiesene Expertise als Traumapädagoge, systemischer Supervisor und Organisationsentwickler will er nun in Hüttenberg-Rechtenbach dafür einsetzen, Kindern und Jugendlichen beim Start in eine selbstbestimmte und gute Zukunft zu helfen: „Ich will gestalten und Kindern die Möglichkeit geben, die Menschen zu sein oder zu werden, die sie sein wollen.“
Neben einem umfassenden Angebot ambulanter Hilfen, Angeboten der tiergestützten Pädagogik, teilstationären Angeboten in Rechtenbach und Ehringshausen sowie Sozialarbeit an Schulen sind die meisten der derzeit rund 90 Mitarbeitenden in differenzierten stationären Angeboten beschäftigt. Fünf stationäre Gruppen stehen für Kinder und Jugendliche sowie das betreute Wohnen für junge Erwachsene in Hüttenberg-Rechtenbach zur Verfügung. Träger ist die Stiftung kreuznacher diakonie.
„Tiere bewirken oft kleine Wunder, wo Worte allein nicht weiterkommen“, so Ezvandiar Kolgie, der mit seinem Yorkshire-Terrier Benji einen weitere vierbeinigen Co-Therapeuten mitbringt. Ganz oben auf der Agenda der neuen Leitung steht zudem eine starke Vernetzung in der Region. „Niemand ist eine Insel – das gilt besonders für die Jugendhilfe“, betont Kolgie. „Ich möchte die Einrichtung fest im Umfeld verankern. Ich freue mich deshalb riesig auf den direkten Austausch mit unseren Lokalpolitikern und ganz besonders auf die Begegnungen mit den Nachbarinnen und Nachbarn hier vor Ort. Unsere Türen stehen für ein starkes Miteinander offen.“
Mit Kolgie, der iranische Wurzeln, Begeisterung für Kochen und Liebe zur Literatur mitbringt, hat die Institution eine nahbare Führungspersönlichkeit bekommen, die fachliche Stärke mit spürbarer Empathie und einem ansteckenden Optimismus verbindet.