Meisenheim | Bodelschwingh Zentrum hat seinen Mittelpunkt renoviert

Gaststätte ist so bunt wie die Gäste geworden

MEISENHEIM. Das Bodelschwingh Zentrum hat etwas zu feiern: „Wir wollen ein Helferfest machen“, freut sich Pia Schönfeld. Die Teamleiterin „Teihabe Freizeit Bildung“ ist auch für die eigene Gaststätte im Herzen der Wohneinrichtung für Menschen mit Beeinträchtigungen in Meisenheim verantwortlich. Viele helfende Hände haben in der Zeit der Renovierung dazu beigetragen, dass der zentrale Treffpunkt nun auch optisch, so bunt und vielfältig wie die Besucherinnen und Besucher ist.

Das Bodelschwingh Zentrum in Meisenheim (Kreis Bad Kreuznach) ist eine Einrichtung für Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen, mit mehrfach Schwerstbehinderungen und Verhaltensauffälligkeiten. Hier gibt es Wohnangebote für Erwachsene (auch in Außenwohngruppen) sowie für Kinder und Jugendliche – insgesamt fast 400 Wohnplätze. Am Standort befindet sich die Bodelschwingh Schule, eine Förderschule mit den Schwerpunkten ganzheitliche und motorische Einschränkungen, zwei Werkstätten (WfbM), eine Tagesförderstätte sowie Tagesstrukturangebote. Fast 550 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den verschiedensten Fachbereichen bilden ein Team, das soziale Teilhabe für die Bewohnerinnen und Bewohner sichert. Das Herzstück des Zentrums ist die Gaststätte: Am Rande des zentralen Veranstaltungsplatzes können sich die Bewohnerinnen und Bewohner, Mitarbeitende und Angehörige aber auch Besucher aus Meisenheim zum Plausch auf einen Kaffee oder leckeren Kuchen treffen.

In den letzten Jahren war hier die Zeit ein bisschen stehen geblieben. Der „Charme“ eines 70er Jahre Jugendtreffs mit abgewohnten Möbeln tat zwar der Stimmung keinen Abbruch, war jedoch renovierungsbedürftig. Nach vielen Monaten, in denen viele Helfer und zahlreiche Handwerker mit viel Herzblut ihre Zeit investiert haben, ist die Gaststätte jetzt hell, freundlich und bunt geworden. Zu kleinen Preisen werden weiterhin Snacks und Getränke angeboten, aber auch Veranstaltungen und weitere Freizeitangebote finden hier ihren Platz. Immer wieder mittwochs bauen hier unterschiedliche DJs Mischpult und Boxen auf, damit im Sommer draußen und im Winter drinnen getanzt werden kann.

Die Kosten der Renovierung und Neuausstattung hat die Stiftung kreuznacher diakonie übernommen. Die Renovierung brauchte viele Hände – Danke an die professionellen Handwerkern, beim Gaststättenteam und dem Technischen Dienst. Freiwillige gab es auch unter den Bewohnerinnen und Bewohnern, die beim Ausräumen geholfen  hatten.

Pia Schönfeld freut sich über den neuen Look: große Sonnenschirme, neue Tische und Stühle für draußen und drinnen, frische Farben bilden den Rahmen für Begegnungen – auch mit Gästen außerhalb des Zentrums. Auch das alte Hoftor des Niederreidenbacher Hofes (einer ehemaligen Einrichtung der Stiftung), wurde geschliffen und geölt und hat wieder einen schönen Platz in dem neuen Raum. Die neuen Schiebetüren öffnen sich einladend ganz von alleine. So fühlt sich jeder direkt herzlich willkommen. „Das geplante Helferfest ist ein Dankeschön an alle, die uns hier unterstützt haben“, erklärt Pia Schönfeld, die noch viel vorhat, damit Teilhabe und Inklusion einen festen Platz in Meisenheim haben.