Malu Dreyer besucht Talkrunde der TSA

Marc de Jong (im Rollstuhl vorne, Mitte) bat die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (rechts von de Jong) zur Talkrunde ein. Gemeinsam mit den anderen Talkgästen hatte man bei dem Gespräch viel Spaß.

Von der Talkrunde aus soll es nach Trier gehen

BAD KREUZNACH.  Marc de Jong, Bewohner der Stiftung kreuznacher diakonie, hat Geduld und Ausdauer. Vor zwei Jahren bat er Ministerpräsidentin Malu Dreyer zum Gespräch nach Bad Kreuznach. Als man vor einem Jahr bereits einen Termin vereinbart hatte, war Marc de Jong leider erkrankt. Doch nun war es so weit, und die Landeschefin hielt Wort: „Heute hat es endlich geklappt“, meinte die Politikerin gut gelaunt und nahm ihren Platz in der Talkrunde der TSA (Tagesstrukturierende Angebote) Paulinum ein. Dort treffen sich regelmäßig Menschen mit Körperbehinderung, um sich über aktuelle Themen auszutauschen, die sie beschäftigen.
Marc de Jong, der nicht sprechen kann, hatte sich auf das Gespräch mit technischer und personeller Unterstützung gut vorbereitet. Neben Fragen rund um Betreuung von Menschen mit Behinderung oder Vergütung der Pflegekräfte stieß der Wohnort Malu Dreyers auf besonderes Interesse: „Ich wohne im Schammatdorf in Trier. Dort leben junge und alte Menschen, mit und ohne Behinderung, zusammen“, berichtete Dreyer und nannte in diesem Zusammenhang auch das Wohnprojekt „Leben in Gemeinschaft“ der Stiftung kreuznacher diakonie in Mainz-Gonsenheim. „Dort leben ja auch Menschen mit und ohne Behinderung unter einem Dach.“ Auch im wesentlich größeren Schammatdorf sei man füreinander da, pflege intensiven Kontakt zueinander. Es gebe sogar eine „Kleine Bürgermeisterin“.
Marc de Jong und die anderen Besucherinnen und Besucher waren von den Schilderungen der Ministerpräsidentin beeindruckt und machten gleich Pläne: „Wir möchten gerne das Schammatdorf besuchen.“ Dem stehe nichts entgegen, meinte Malu Dreyer, „vielleicht sehen wir uns dann in Trier wieder.“ Nach einem gemeinsamen Foto verabschiedete sich die Ministerpräsidentin und hinterließ für die nächste Talkrunde jede Menge neuen Gesprächsstoff.