Fachberatungsstelle zur Wohnraumsicherung wird präventiv tätig

Sozialarbeiterin Myrjam Schröer wird für die Wohnungslosenhilfe der Stiftung kreuznacher diakonie in Idar-Oberstein beratend und präventiv tätig sein

Sozialarbeiterin Myrjam Schröer wird für die Wohnungslosenhilfe der Stiftung kreuznacher diakonie in Idar-Oberstein beratend und präventiv tätig sein.

Die finanziellen Voraussetzungen sind geschaffen – seitdem geht es bei der Wohnungslosenhilfe in Idar-Oberstein rund. Schließlich muss die neue Fachberatungsstelle zur Wohnraumsicherung, die vom Land bezuschusst wird, eingerichtet sowie räumliche und personelle Weichen gestellt werden. All das läuft im Moment im Hintergrund, damit Myriam Schröer ab dem 1. Mai anfangen kann. Ihre Aufgabe wird es sein, zu beraten, bevor es zu spät ist und zu verhindern, dass Menschen überhaupt in die Not geraten, das Dach über dem Kopf zu verlieren. Myrjam Schröer soll dieses auf zwei Jahre angelegte Projekt zusammen mit ihrer Kollegin Sina Sichert umsetzen. Die genaue Ausgestaltung ihrer Aufgaben wird sich erst in den nächsten zwei Monaten herauskristallisieren. „Wir planen, ein Netzwerk all derer aufzubauen, die mit möglicherweise Betroffenen zu tun haben“, erklärt Myrjam Schröer. Außerdem gilt es, ganz niederschwellige Kontakt-Angebote zu machen. „Uns ist ein einfacher Zugang zu diesem Angebot wichtig. Die Menschen müssen keine Angst haben, sich an uns zu wenden – je früher desto besser“, meint sie. Da Myrjam Schröer seit einigen Jahren bei der Wohnungslosenhilfe tätig ist, kennt die Sozialarbeiterin die Bedarfe der Menschen, die obdachlos geworden sind. Dass duch das Projekt Fachberatungsstelle zur Wohnraumsicherung jetzt erstmals aufsuchende Beratungsarbeit möglich wird, freut sie außerordentlich. „Wohnungslosigkeit kann jeden treffen. Darum müssen wir genau hinschauen, was die Menschen brauchen, um die Wohnung nachhaltig zu sichern“, meint sie. Das sei ein langwieriger Prozess und es brauche eine langjährige Begleitung, passgenaue Unterstützung, um Wohnraum künftig zu sichern – auch über die zweijährige Projektzeit hinaus. Für den Einrichtungsleiter Dieter Groh-Woike ist die Finanzierung der Fachberatungsstelle „ein Schritt in die richtige Richtung.“ Mit der Beratungsarbeit soll erreicht werden, dass Menschen mit besonderen Schwierigkeiten – insbesondere bei Wohnungslosigkeit oder drohendem Wohnverlust – präventiv, ambulant und nachhaltig geholfen wird. Die Fachberatungsstelle kann von allen Einwohnerinnen und Einwohnern des Landkreises Birkenfeld in Anspruch genommen werden.