Diakonie Krankenhaus: Desinfektionsmittel aus eigener Herstellung

Die Krankenhausapotheke der Stiftung kreuznacher diakonie stellt jetzt selbst Desinfektionsmittel her.

Desinfektionsmittel sind derzeit weltweit immens gefragt. Kaum ein Bereich des gesellschaftlichen Lebens, in dem sie in Zeiten der COVID-19-Pandemie nicht großzügig Verwendung finden, um Hände und Flächen zu desinfizieren. Das Ergebnis: Leere Regale in Drogeriemärkten und Apotheken. Im Krankenhaus, wo Desinfektionsmittel im großen Stil zum Einsatz kommen und unverzichtbar sind, um Infektionen vorzubeugen und diese einzudämmen, macht sich der Run auf Desinfektionsmittel bemerkbar. Um unabhängiger von externen Lieferungen zu sein, stellt die Krankenhausapotheke am Diakonie Krankenhaus Bad Kreuznach jetzt selbst Desinfektionsmittel her. Für die Herstellung hat sie eine behördliche Genehmigung erhalten, die zunächst bis zum 31. Mai gilt.

„Wir verwenden Ethanol, Glycerol, gereinigtes Wasser und Wasserstoffperoxid. Insgesamt haben wir 4000 Liter an Rohstoffen bestellt, 2000 Liter wurden bereits geliefert“, sagt die Leiterin der Krankenhausapotheke, Dr. Bettina Stollhof. „Auch ein Winzer aus der Region hat einige 100 Liter Alkohol zur Herstellung beigesteuert.“

Vor der Verarbeitung wird die Qualität der Grundstoffe zunächst genau geprüft. Die Abfüllung erfolgt dann in kleine Flaschen von 250 Milliliter und in Literflaschen. „Der Einkauf von Flaschen und Dosierpumpen bereitet uns derzeit große Schwierigkeiten“, bedauert Stollhof. Auch da gibt es nämlich Lieferengpässe. Deshalb werden leere Flaschen gereinigt und desinfiziert und kommen erneut zum Einsatz. Auf diese Weise kann man alle sechs Krankenhäuser der Stiftung kreuznacher diakonie und auch die vielen sozialen Einrichtungen sicher und ausreichend mit Desinfektionsmitteln versorgen.