Diakon Frieder Zimmermann in Ruhestand verabschiedet

Diakon Frieder Zimmermann wird in Ruhestand verabschiedet

v.l.: Dr. Frank Rippel, kaufmännischer Vorstand der Stiftung kreuznacher diakonie, Frieder Zimmermann, Mario Forsch, betriebswirtschaftlicher Geschäftsführer der Wohnungslosenhilfe, Theresa Feldmann-Wüstefeld, neue Geschäftsführerin Sozialpädagogik in der Wohnungslosenhilfe, Pfarrerin Sabine Richter, stv. Vorständin und Pfr. Christian Schucht, theologischer Vorstand der Stiftung kreuznacher diakonie

Nach 35 Berufsjahren in der Stiftung kreuznacher diakonie wurde Diakon Frieder Zimmermann nun in den Ruhestand verabschiedet. Der gelernte Bankkaufmann gestaltete seine Karriere in die diakonisch-soziale Richtung im Jahr 1983 um. Für einen jungen Familienvater mit drei kleinen Kindern sicher keine leichte, aber dennoch die richtige Lebensentscheidung. 
„Der unbeirrte Einsatz für Menschen, die wenig besitzen, war eine Herzensangelegenheit von Frieder Zimmermann“, betonte Pfarrer Albrecht Bähr, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Diakonie in Rheinland-Pfalz und wies auf das Engagement Zimmermanns in überregionalen Gremien hin. Als Mitglied des Vorstands des Evangelischen Fachverbandes Wohnungslosenhilfe des Diakonischen Werkes der Rheinischen Kirche sowie als Mitglied im Fachausschuss Arbeit der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe, in der LIGA-Fachgruppe Wohnungslosenhilfe in Rheinland-Pfalz und in der AG Wohnungslosenhilfe der Arbeitsgemeinschaft der Diakonischen Werke in Rheinland-Pfalz hat er viele neue Diskussionen angestoßen und Anregungen zum Wohle wohnungsloser Menschen eingebracht.

Erfolgreiche Unterbringung in kleinen Wohneinheiten 

Einer der großen Erfolge von Frieder Zimmermann war die konzeptionelle Weiterentwicklung der Wohnungslosenhilfe in Bad Kreuznach und in Idar-Oberstein. Insbesondere nach dem plötzlichen Wegfall einer großen Unterkunft für wohnungslose Menschen auf dem Niederreidenbacher Hof durch einen Brand Ende 2009 richtete die Wohnungslosenhilfe den Schwerpunkt darauf, kleine Wohneinheiten für die Klienten und Klientinnen zu kaufen oder anzumieten, die ihnen nach einer Phase der Begleitung zur Miete angeboten wurden. „Mit diesem Konzept konnten wir vielen Menschen nachhaltig zu Wohnraum verhelfen“, blickt Frieder Zimmermann zurück. 
Auch Pfarrer Christian Schucht, theologischer Vorstand der Stiftung kreuznacher diakonie, dankte Zimmermann für sein langjähriges Engagement für die Armen der Gesellschaft. 
Im Ruhestand, den er fast zeitgleich mit seiner Frau Marlies antritt, freut sich Frieder Zimmermann auf Zeit zum Lesen, Wandern, Urlaub machen und für die vier Enkelkinder. Zudem bleibt er weiterhin im Vorstand des Fördervereins Reling e.V., der die Bad Kreuznacher Tafel betreibt. 
Nachfolgerin im Amt der Geschäftsführung Wohnungslosenhilfe der Stiftung kreuznacher diakonie ist die studierte Pädagogin und Soziologin Theresa Feldmann- Wüstefeld, die ihre Arbeit bereits aufgenommen hat.