Bad Kreuznach | Tag der Plastischen Chirurgie am 16. Oktober

Schönheit von Nase, Brust und Po ist nur ein Teilaspekt

Wer hätte es gedacht: Die Plastische Chirurgie in Deutschland ist ein Kind der wilden 1968er Jahre. Morgen vor 50 Jahren, am 16. Oktober 1968, feiern die plastisch-chirurgischen Abteilungen in Deutschland die Gründung der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC) vor einem halben Jahrhundert. In der öffentlichen Wahrnehmung oft als Experten für die Schönheit von Nase, Brust und Po abgetan, ist der Arbeitsalltag der Plastischen Chirurgen weit komplexer. „Das ist nur ein kleiner Teilaspekt unserer Arbeit“, so Chefarzt Dr. André Borsche.

Natürlich gehört zu den gängigen Eingriffen im Gesichtsbereich auch die Straffung der Augenlider sowie der Stirn-, Wangen-, Kinn und Halspartien. „Wir richten deformierte Nasen ebenso wie abstehende Ohren, unterfüttern Falten und erschlaffte Hautpartien mit Eigenfett, etwa wenn jemand drastisch an Gewicht verloren hat. Auch Brustkorrekturen finden statt“, sagt Borsche. „Wir tragen so dazu bei, dass die Patientinnen und Patienten ihren Körper besser annehmen können. Eine Nase, die ihrem Besitzer missfällt, kann subjektiv genauso Leiden erzeugen wie eine chronische Entzündung. Der Unterschied liegt in der gesellschaftlichen Akzeptanz“, so Borsche. „Zu unserem Berufsbild gehört es, immer abzuwägen zwischen dem medizinisch und technisch Machbaren und dem ethisch Vertretbaren – und das schließt ein, Patienten im Einzelfall auch zu erklären, dass man bei uns für Geld nicht alles kaufen kann“, erklärt Borsche anlässlich des 50-jährigen Bestehens seiner Disziplin das Bad Kreuznacher Verständnis zum Thema Schönheitschirurgie.

Rekonstruktion und Handchirurgie

Neben der ästhetischen Chirurgie widmet sich die Plastische Chirurgie der Rekonstruktion von Körperteilen. Der Wiederaufbau nach Krebsoperationen ist namentlich im Bereich der weiblichen Brust eine häufige Maßnahme. „Hierbei helfen mikro-chirurgische Techniken auch aufwändige Rekonstruktionen mit Eigengewebe zu realisieren“, so der Chefarzt, in dessen Abteilung zudem handchirurgische Probleme (außerhalb der Rheumachirurgie) sowie Verbrennungen operativ versorgt werden.

Der Exot unter den Chirurgen

Mit der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgie vertritt Borsche unter dem Dach der Stiftung kreuznacher diakonie seit 23 Jahren ein Fach, das so in der Region einzigartig ist. Dank der guten Ausstattung mit modernsten Behandlungsgeräten entspricht die Abteilung allen Anforderungen einer modernen Plastischen Chirurgie. Regelmäßige Zertifizierungen und freiwillige Qualitätskontrollen belegen den hohen Standard. Unterstützt wird dies durch die kollegiale Zusammenarbeit mit den anderen Fachabteilungen des Hauses und einem Team von Ärzten und Pflegekräften, das es versteht, durch Einfühlungsvermögen, Engagement und Verantwortung den Patienten optimal zu helfen.