Bad Kreuznach | Kooperation mit Fachpraxis liegt Julia Schneider am Herzen

Stiftung kreuznacher diakonie/Andrea Djifroudi

v.l.n.r. Julia Schneider, Kirsten Schmidt, Dr. phil. Dietmar Weigel

Ein Generationswechsel mit Weitsicht – Neue Schulleiterin an der Fachschule für Sozialwesen

BAD KREUZNACH. Die Fachschule als Teil der Berufsbildenden Schulen der Stiftung kreuznacher diakonie ist staatlich anerkannte Ersatzschule mit einem Bildungsangebot in den Bereichen Heilerziehungspflege und Sozialpädagogik in Voll- und Teilzeitform. Hier hat sich nun ein Generationswechsel vollzogen, der lange angebahnt wurde: Julia Schneider übernimmt die Schulleitung von Dr. phil. Dietmar Weigel, der vor den Ferien seinen letzten Schuljahrgang herzlich verabschiedet hat. Seine Nachfolgerin kennt das Haus und das Team bereits seit vielen Jahren bestens und konnte sich als Stellvertreterin auf die neue Rolle gut vorbereiten. 

Die Fachschule der Stiftung kreuznacher diakonie ist die Adresse für die Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern sowie Heilerziehungspflegerinnen und -pflegern in der Region. Mit unermüdlichem Engagement, fachlicher Expertise und vor allem großer Menschlichkeit werden hier junge Menschen, aber auch Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger, als Fachkräfte ausgebildet. 

Die 42jährige Julia Schneider ist seit 2012 an der Fachschule tätig. Sie ist mit tiefem Fachwissen aus dem Erzieherinnenbereich gekommen und hat noch einen Diplomabschluss in Sozialpädagogik sowie einen Master in Kindheits- und Sozialwissenschaften mitgebracht. Bis vor wenigen Jahren war sie Vorstandsmitglied der Landesarbeitsgemeinschaft der Fachschulen für Sozialwesen in Rheinland-Pfalz (LAGS), war im ExpertInnenpool „Kinderwelt ist Bewegungswelt“ und der „AG Bildungsnetzwerke“ der Deutschen Sportjugend im Deutschen Olympischen Sportbund. 

Präzise, engagiert und wertschätzend will sie den guten Ruf der Schule bei Schülerinnen, Schülern, dem Kollegium und den Ausbildungsbetrieben ausweiten. Kooperation und Kommunikation sind ihr ebenso wichtig, wie die praxisnahen Ausbildungsformate. Julia Schneider: „Ich will Ausbildungsformate so strukturieren, dass möglichst viele Interessierte den Weg in die Ausbildung gehen.“ Ein Schritt dahin: „Die Implementierung der neuen Sozialpädagogischen Assistenzausbildung an der Schule.“

Dass die neue Schulleiterin nicht nur in der Theorie neue Zielgruppen für die Erzieher-Ausbildung identifizieren kann, hat sie nicht nur in ihrer Masterarbeit bewiesen, sondern ist ihr auch durch die Umstrukturierung der Erzieher-Vollzeit-Ausbildung, die familienfreundlich nun nur noch vormittags unterrichtet wird, sehr gut geglückt.

Der Wechsel an der Spitze wurde von langer Hand und mit Bedacht vorbereitet. Die neue Schulleiterin hat die Geschicke der Schule bereits in den vergangenen Monaten intensiv mitgestaltet. Durch diese Phase des Hineinwachsens und der engen Zusammenarbeit ist ein fließender Übergang garantiert. Der Fokus bleibt auf einer engen Verzahnung von Theorie und Praxis, um dem Fachkräftemangel in unseren sozialen Kernbereichen kraftvoll zu begegnen. Julia Schneider will weiterhin eine so gute Zusammenarbeit im Lehrerkollegium und mit dem neuen Leitungsteam pflegen. Diakonin Anke Dörpholz, die bislang die Fachrichtungsleitung Heilerziehungspflege innehatte, wird ihre Stellvertreterin und die Fachrichtungsleiterin Sozialpädagogik, Katharina Guttenberger, übernimmt als ebenso erfahrenes Mitglied des Lehrerkollegiums die Fachrichtungsleitung Heilerziehungspflege. Julia Schneider freut sich: „Ich bin super happy mit meinem Team, das mich hervorragend unterstützt und fachlich wie persönlich ausgezeichnet zusammenarbeitet. Diese Leistungen wertzuschätzen und zu unterstützen ist mir sehr wichtig.“

Mit dieser personellen Weichenstellung sieht auch Kirsten Schmidt, Leiterin der Personalabteilung und verantwortlich für die Fachschulen der Stiftung, die Fachschule hervorragend aufgestellt. Sie dankt Dr. phil. Dietmar Weigel und würdigt sein Engagement für den Nachwuchs, der in den kommenden Jahren entscheidende Aufgaben im Dienst unserer Gesellschaft übernehmen wird.