Bad Kreuznach | Job|inklusivo feiert Erfolge mit den Menschen

Stiftungen kreuznacher diakonie/Andrea Djifroudi

Jahresfeier des Inklusionsmanagement zeigt: Werkstätten sind keine Sackgasse

BAD KREUZNACH.  Ein Saal voller Erfolgsgeschichten – bei der Jahresversammlung von job|inklusivo stand nicht nur der Austausch und die Fortbildung in Sachen Soziale Medien im Fokus. Im Luthersaal der Stiftung kreuznacher diakonie trafen sich all die Menschen, die es geschafft haben, beruflich außerhalb der der Werkstätten mit Behinderung Fuß zu fassen.

Job|inklusivo fördert den Übergang von Menschen mit Behinderung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt, also auf Arbeitsstellen außerhalb der Werkstatt. Das Team bietet neben Testverfahren zur Ermittlung beruflicher Kompetenzen auch Hilfe bei der Suche nach einem geeigneten Praktikums- und/oder Arbeitsplatz sowie Betreuung und Anleitung. Die Beschäftigten, aber auch die neuen Arbeitgeber haben einen festen Ansprechpartner. Die 10 Jobcoaches begleiten die  Beschäftigten im Unternehmen fachlich und sozial, organisieren arbeitsbegleitende Maßnahmen und Fachexkursionen (z.B. Kommunikationstraining, Brandschutz und Arbeitssicherheit) und sorgen für kontinuierliche berufliche Bildung und Qualifizierung (z.B. Fachschulungen in der Tagungsstätte für Berufliche Bildung in Bad Sobernheim) sowie weiterführende Beratung (z.B. Budget für Arbeit).

Durch dieses Inklusionsmanagement sind derzeit 89 Beschäftigte auf ausgelagerten Werkstattplätzen. Seit 2008 sind nach der Vermittlung von job |inklusivo über 40 Beschäftigte mit Hilfe des Budget für Arbeit bzw. Budget für Ausbildung auf dem ersten Arbeitsmarkt angekommen. Reine Zahlen hinter denen ganz individuelle Geschichten und Lebenswege stecken – ganz persönliche Erfolgsgeschichten. Gerhard Lötsch, Leiter von job|inklusivo, sowie Bereichsleiter „Arbeit & Qualifizierung“ Sascha Richter, holten stellvertretend die Jubilare Enrico Konopka, Yannick Klein und Sven Endres auf die Bühne. Sie und noch einige andere sind bereits 10 Jahre und mehr dabei.

Gastrednerin bei der Jahresversammlung war Michaela Weiß vom Medien-Leuchtturm in Hachenburg im Westerwald. Mit ihr wurde über das Thema Soziale Medien diskutiert. Gerade in Zeiten von Cybermobbing, Online-Betrug und Hass-Tiraden gab es hier Austausch, Hilfe und Tipps, die gerade im Alltag von Menschen mit Beeinträchtigungen wichtigen und guten Schutz bieten können.