Bad Kreuznach | Fürfelder Fastnachter spenden 2000 Euro für das Brustkrebszentrum Nahe

Fürfelder Fastnachterin überreicht Spendenscheck an Verantwortliche des Brustkrebszentrums Nahe

Mit einer stattlichen Spende von 2.000 Euro für das Brustkrebszentrum Nahe überraschte Nicole Kumpa vom Fürfelder Karnevalverein „Knall und Fall“ Pflegedirektorin Jutta Magmer-Melaas, Dr. Gabor Heim, Leiter des Brustkrebszentrums, und Stationsleitung Nicole Leuteritz. Der Fürfelder Traditionsverein, gegründet 1902, bringt zur Freude vieler Menschen seit 125 Jahren Fastnachtsspaß auf die Bühne und seit 14 Jahren den großen sportlich-humorvollen Wettbewerb für Männertanzgruppen.

Dass die Wahl der Spender auf das Brustkrebszentrum der Diakonie Kliniken Bad Kreuznach in der Mühlenstraße fiel, ist kein Zufall. Denn 2025 beklagten die Vereinsmitglieder den Verlust eines lieben Menschen, der durch Brustkrebs unerwartet aus dem Leben gerissen wurde. Mit dem Spendenbetrag soll die Ausstattung der Patientenzimmer auf der gynäkologischen Station aufgewertet werden. Hier gibt es bereits seit Längerem einen gemütlichen Raum, der unter Wahrung der Privatsphäre für Gespräche mit Besuchern, Therapeuten oder auch für die Anpassung von Prothesen zur Verfügung steht.

Die kleine Wohlfühloase hat unter anderem einen Massagesessel, in den man sich zurücklehnen und einen Sternenhimmel betrachten kann. Daraus entwickelte das Team von Nicole Leuteritz, zu dem auch drei Breast Care Nurses gehören, die Idee, von der Spende der Knall-und-Fall-Fastnachter Deckenbilder für die Patientenzimmer anfertigen zu lassen. „Damit wollen wir die Patienten mental stärken und auch mal auf andere Gedanken bringen, bevor sie ihre Behandlung beginnen“, erklärt Leuteritz.

Brustkrebs ist mit rund 70.000 Neuerkrankungen jährlich die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Deutschland. Aber auch Männer sind mit einem Prozent der Erkrankungsfälle betroffen. „Die Behandlung hat sich in den letzten Jahrzehnten sehr verbessert, wir haben vielfältige Optionen. Auch bei fortgeschrittenen Stadien gibt es in den allermeisten Fällen noch gute Möglichkeiten für eine erfolgreiche Therapie“, unterstreicht Dr. Gabor Heim. Wer Veränderungen feststellt, sollte sich auf jeden Fall nicht scheuen, dies beim Arzt abklären zu lassen. Die erste Anlaufstation dafür ist die Brustsprechstunde, die auch für die Einholung einer Zweitmeinung bereitsteht.

Zum interdisziplinär aufgestellten Brustzentrum Nahe gehören neben der operativen Station die Radiologie, Strahlentherapie, Onkologie, Nuklearmedizin, Palliativstation, Hospiz und Humengenetik. „Wenn Brustkrebs familiär gehäuft auftritt, ist eine genetische Beratung und eventuell eine Untersuchung angezeigt, da die Erkrankungswahrscheinlichkeit höher ist und die Frauen deutlich früher erkranken. Wenn genetische Veränderungen vorliegen, kann auch die männliche Linie betroffen sein, so dass sowohl Brustkrebs als auch Prostatakarzinome gehäuft auftreten können“, erklärt Heim.