BewohnerInnen-Jubiläum auf der Asbacher Hütte
ASBACHER HÜTTE. Die Stiftung kreuznacher diakonie bietet Menschen mit Behinderung aller Altersstufen in Rheinland-Pfalz - zwischen Mainz, Bad Kreuznach, Meisenheim und dem Hunsrück - Wohn- und Assistenzangebote sowie Beschäftigung und Teilhabe. Die Wohneinrichtungen sind also ein echtes Zuhause. Auf der Asbacher Hütte wurde jetzt das Bewohner-Jubiläum gefeiert von und mit den Menschen, die hier 10,20, 30, 40 und sogar bereits seit 60 Jahren leben – wie etwa Hedwig Kirscht, die 1965 als 12-Jährige zur kreuznacher diakonie kam.
Wer so lange schon hier ein Zuhause gefunden hat, der ist nicht nur verwurzelt mit der Einrichtung und dem Hunsrück. Mit Mitbewohnerinnen und Mitbewohnern, mit den Mitarbeitenden wird ein ganzes Leben, viele Entwicklungen, gute und weniger gute Erlebnisse geteilt. Julia Wittmann und Silke Nörling, die beiden Einrichtungsleitungen, die erst vor 10 Jahren die Verantwortung für die besonderen Wohnformen der sozialen Teilhabe Hunsrück übernommen haben, sind beeindruckt von der Kontinuität aber auch dem Vertrauen, dass die Grundlage für das Zusammenleben hier bietet: „Verlässlichkeit, Stabilität, Respekt und Selbstbestimmung sind die Basis unserer Arbeit!“
Auf der Asbacher Hütte finden Menschen mit geringem, mittlerem und hohem Assistenzbedarf eine gut ausgestattete Wohnmöglichkeit. Zugleich gibt es auf dem Gelände in direkter Nachbarschaft eine Werkstatt für Menschen mit Behinderungen mit einem landwirtschaftlichen Betrieb und einer Goldschmiede. Die soziale Teilhabe Hunsrück hat neben ihrer Kerneinrichtung Asbacher Hütte weitere weitere Wohnmöglichkeiten in der Kreisstadt Birkenfeld und in Rhaunen. Die sechs Wohngemeinschaften der Asbacher Hütte zeichnen sich durch unterschiedliche konzeptionelle und pädagogische Schwerpunkte aus. Zudem gibt es eine hausinterne Tagesstruktur für Menschen, die aufgrund ihres Alters oder der Schwere der Beeinträchtigung keine Werkstatt besuchen können.
Das Netzwerk der Stiftung bietet zudem vielfältige und kompetente medizinische Versorgung (MZEB, SPZ, Diakonie Kliniken) und ein umfangreiches Freizeit und Bildungsangebot. Bewohnerinnen und Bewohner werden an den Standorten durch gewählte Bewohnerräte vertreten. Auch Angehörige haben über die gewählten Beiräte ihre Mitbestimmungsgremien.
Beim Jubiläum waren viele Mitarbeitende, gesetzliche Betreuer und Familienmitglieder gekommen. Der Nachmittag startete mit einem Gottesdienst, den Pfarrer Michael May leitete und die einzelnen Jubilare würdigte. Jeder dieser Menschen hat seine eigene Lebensgeschichte und ist seinen eigenen Lebensweg gegangenen. Das wurde durch die sehr persönlichen Worte an die Einzelnen klar, die die Einrichtungsleitungen mitgebracht hatten. Die Wohneinrichtung war und ist das Zuhause und so wurde auch hier nach dem offiziellen Teil gemeinsam in gemütlicher Runde Kaffee getrunken, Kuchen gegessen und über „früher“ gesprochen. Wittmann und Nörling sind sich einig: „Es war ein schönes Fest mit einem gemütlichen Ausklang.“
Die Liste der Jubilare:
- 60 Jahre - Hedwig Kirscht
- 50 Jahre - Stefanie Hub
- 40 Jahre – Wilma Landes, Annerose Pfisterer, Toni Schindel
- 30 Jahre – Ralf Stenzhorn
- 20 Jahre - Claus Tronecker, Johanna Momot, Britta Poth, Christa Schneider
- 10 Jahre - Christine Diehl, Gina Haspel, Milad Nawrozzadeh, Jürgen Rink, Marco Behrend, Michaela Conrad, Julia Lang