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Motivierte Auszubildende im Martin-Luther-Stift

Auszubildende im Martin-Luther-Stift Bingen üben das Essen anzureichen
Wie fühlt es sich an, Essen angereicht zu bekommen? Diese Selbsterfahrung stand diesmal beim Praxisanleitertag der Auszubildenden Altenpfleger und Altenpflegehelfer im Martin-Luther-Stift in Bingen im Mittelpunkt.

„Ich fühle mich so hilflos. So angewiesen darauf, dass mir jemand etwas zu Essen gibt.“ Verwunderung schwingt in der Stimme von Kesha Inboden mit, die es gerade erlebt hat, von einem Mitschüler Schokopudding angereicht zu bekommen. Sie ist eine der derzeit sechs Auszubildenden des Martin-Luther-Stiftes in Bingen. Fünf von ihnen absolvieren die Ausbildung zum Altenpfleger, einer zum Altenpflegehelfer.

Am heutigen Praxisanleitertag steht „Essen anreichen“ auf dem Programm. Praxisanleiterin Hanna Oberst hat hierzu eingeladen. Am eigenen Leib erfahren, wie sich das anfühlt, ist dabei wichtig und so wird die Situation einmal am Esstisch und einmal im Pflegebett nachempfunden.

Wie es den Azubis gerade in der Schule ergeht und was sie so in ihrem Alltag im Martin-Luther-Stift erleben, das alles kommt an diesem Tag zur Sprache. Marcel Hain steht noch am Beginn seiner Ausbildung und vermutet, dass es seiner Tante (Altenpflegerin), sowie seiner Schwester (Erzieherin) zu verdanken ist, dass er sich ebenfalls für einen sozialen Beruf entschieden hat. An sein erstes Praktikum in einem anderen Altenheim hat er nicht so gute Erinnerungen, erst das zweite Praktikum im Martin-Luther-Stift überzeugte ihn. Bei Jana Ohlig hatte die Oma die Pflege der Uroma zu einem Spiel gemacht und nach Realschulabschluss und Praktikum blieb auch sie gleich in Bingen, wo sie jetzt schon im zweiten Ausbildungsjahr steckt. Sandra Pfeiffer hatte schon in der Pflege gearbeitet, war in einer Behinderteneinrichtung und in einem Pflegeheim tätig und fühlte sich im Martin-Luther-Stift „von Anfang an wohl“. Sie ist im letzten Ausbildungsjahr. Dass sich die Dinge, die sie im Haus lernt, auch schulisch umsetzen lassen, findet sie besonders praktisch. Einzig das Fach Recht ist ihr zu trocken, bemerkt Kesha Inboden. Sie steckt im ersten Ausbildungsjahr und auch ihr hatte das Praktikum so viel Spaß gemacht, dass sie die Ausbildung in dem Haus aufnahm, in dem auch ihre Mutter arbeitet.

Nachwuchs ist immer gesucht
Sechs auszubildende Altenpfleger gibt es derzeit im Martin-Luther-Stift in Bingen. Wenn alles gut geht, dann kommen im Sommer noch einmal vier bis fünf hinzu. Pflegedienstleiterin Christine Wegener und dass Team der Mitarbeitenden sind froh über diese Verstärkung – zumal Nachwuchs nach wie vor dringend gesucht wird. Die sechs werden im Haus engmaschig begleitet. Neben den regelmäßigen Praxisanleitertagen geht Hanna Oberst ein- bis zweimal pro Monat einen Tag mit jedem Schüler in die Schicht. 






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