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Nicola Beilmann wird Heilerziehungspflegerin

Nicola Beilmann und die Bewohnerin Vera Riegel lachen viel gemeinsam
Nicola Beilmann und die Bewohnerin Vera Riegel lachen viel gemeinsam

Frau U. ist 50 Jahre alt, geistig behindert und oft unruhig. Nicola Beilmann stellt ihr im Rahmen ihrer Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin eine Entspannungskiste zusammen. „Ich möchte ihr mehr Momente der Ruhe ermöglichen“, erklärt die 19-Jährige, die an den Berufsbildenden Schulen kreuznacher diakonie Heilerziehungspflege lernt.

Nicola Beilmann ist für Frau U. und die weiteren elf Bewohner und Bewohnerinnen der Wohngruppe 3 im Haus Pella der Stiftung kreuznacher diakonie gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen da. In die Entspannungskiste hat sie zum Beispiel verschiedene Duftöle und Kräuter gepackt, um mit den Menschen eine Duftreise durchzuführen. „Dies dient zur basalen Stimulation, indem der Geruchssinn Impulse erhält“, erklärt die junge Frau.

Im Haus Pella leben Menschen mit schweren geistigen und körperlichen Behinderungen. Nicola Beilmann arbeitet in der Wohngruppe für Senioren, die zwischen 50 und 85 Jahre alt sind. Sie begleitet Menschen mit Behinderung im Alltag und ermöglicht ihnen so viel Selbstständigkeit, wie es nur geht. Von sieben Uhr früh bis halb zehn hilft die Auszubildende den Bewohnern und Bewohnerinnen beim Aufstehen, bei der Morgenpflege und beim Frühstücken. Als Heilerziehungspflegerin ermutigt sie die Bewohner und Bewohnerinnen, möglichst viel selbstständig zu tun. „Meine Aufgabe ist es, die Menschen so viel wie möglich in ihrer Entwicklung zu fördern.“ Nach dem Frühstück begleitet sie die Bewohner und Bewohnerinnen zur Arbeit in der Tagesförderstätte und kümmert sich anschließend um diejenigen, die in der Wohngruppe bleiben.

Da sie im Schichtdienst arbeitet, beginnt an anderen Tagen ihr Dienst am Nachmittag, wenn die Bewohner und Bewohnerinnen von der Tagesförderstätte zurückkommen. „Die Wohngruppe ist ihr Zuhause, hier sollen sie zur Ruhe kommen und entspannen“, erklärt die Auszubildende. Daher wird am Nachmittag viel gemalt und gespielt, zum Beispiel mit der Bewohnerin Vera Riegel, die schon viele Jahre in der Wohngruppe lebt. „Heilerziehungspfleger und Heilerziehungspflegerinnen lernen, wie sie Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen im Alltag unterstützen und in ihrer Entwicklung fördern können“, ergänzt Karin Wagner, Fachbereichsleiterin Heilerziehungspflege der Berufsbildenden Schulen der Stiftung kreuznacher diakonie. „Im Fokus der Ausbildung stehen sowohl viele berufsbezogene Inhalte als auch die Persönlichkeitsbildung, die eng mit dem Thema Wertschätzung allen Menschen gegenüber verbunden ist", sagt die Psychologin. „Daher sind in dieser Ausbildung neben den fachlichen Leistungen der Schülerinnen und Schüler auch deren soziale Kompetenzen gefragt.“

Erfüllende Aufgabe und persönliche Weiterentwicklung
Bei der Arbeit mit Menschen mit Behinderung erlebt Nicola Beilmann viel Erfüllendes. „Die Arbeit ist anspruchsvoll, wir haben sehr enge Beziehungen mit den Menschen.“ Inzwischen ist die Schülerin im zweiten Ausbildungsjahr „Durch die Arbeit mit den Menschen bin ich geduldiger geworden und habe mich persönlich auch sehr weiter entwickelt“, so die gebürtige Langenlonsheimerin. Vorurteile gegenüber Menschen mit Behinderung hatte sie auch vorher nicht. So sieht sie es auch als weitere Aufgabe, Berührungsängste abzubauen. „Menschen mit und ohne Behinderung sollen selbstverständlich miteinander in unserer Gesellschaft leben“, findet die angehende Heilerziehungspflegerin. Sie begegnet Menschen mit Behinderung mit Respekt und auf Augenhöhe. So fängt Inklusion an, da ist sie sich sicher …

Auf einen Blick

Voraussetzungen: Qualifizierter Sekundarabschluss I und eine abgeschlossene, mindestens zweijährige Berufsausbildung oder Allgemeine Hochschulreife oder Fachhochschulreife in Verbindung mit einem viermonatigen Praktikum

Außerdem gibt es viele Möglichkeiten für Quereinsteiger

  • Ausbildungsdauer: 3 Jahre
  • Ausbildungsbeginn: jeweils August/September
  • Ausbildungsstandort: Bad Kreuznach und in den Einrichtungen
  • Arbeitsfelder: Wohngruppen, Förderstätten, integrative Einrichtungen, Tagesstätten, Therapieeinrichtungen, Werkstätten für behinderte Menschen, Kindergärten oder Schulen
  • Vergütung: Während der Ausbildung: ca. 995 bis 1.183 Euro
  • Berufseinsteiger/in bei der Stiftung kreuznacher diakonie verdienen ca. 2.825 bis 3.272 Euro






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