Kinder und Jugendliche im Klettergarten

Sicher und stark fürs Leben - Chance in der Tagesgruppe nutzen

Aaron* ist elf Jahre alt und geht seit dem vergangenen Schuljahr in die pädagogische Tagesgruppe. „In der Schule hatte ich oft Stress mit den anderen“, berichtet er. „In den meisten Fächern war ich nicht besonders gut– ich hatte keine Lust und habe oft einfach gestört. Zuhause gab es auch Streit. Meine Mutter fand es schwierig mit mir. Sie hat nicht so viel Zeit für mich, wegen der kleinen Geschwister. Ich hätte mir echt ein paar Freunde gewünscht, aber eigentlich habe ich alle nur genervt. Das Jugendamt hat dann die Tagesgruppe vorgeschlagen.“

Ähnlich wie Aaron geht es vielen Kindern und Jugendlichen. Für Aaron fand sich im November 2018 ein Platz in der Tagesgruppe der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe der Stiftung kreuznacher diakonie in Rhaunen/Hunsrück. Zwölf Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 13 Jahren kommen nach der Schule und können bis halb sechs bleiben. Zeit genug, um miteinander zu essen, Hausaufgaben zu erledigen, zu spielen, Musik oder gemeinsame Ausflüge zu machen. Feste Zeiten und klare Regeln strukturieren den Alltag. Die Erzieherinnen und Erzieher begleiten bei den Hausaufgaben und gehen mit in die Schule zu Lehrergesprächen. Sie unterstützen, wenn etwas schief läuft und moderieren die Gruppenprozesse. „Es gibt viele Gelegenheiten, wo die Jugendlichen selbst planen und entscheiden müssen“, erklärt Petra Hüster, Bereichsleiterin Tagesgruppen der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe. „Bei solchen Gelegenheiten lernen die Jugendlichen, wie sie sich unterhalten und auseinandersetzen können, ohne zu beleidigen und Streit zu beginnen.“

Nach einem Jahr hat Aaron einen guten Freund in der Gruppe gefunden. In der Schule haben sich seine Noten stabilisiert. „Die Betreuer sprechen auch regelmäßig mit meiner Mutter“, erzählt er. „Meist bin ich bei den Gesprächen dabei und kann auch meine Meinung sagen. Zu Hause habe ich jetzt einen Plan, auf dem steht, was ich am Wochenende erledigen muss. Meine Mutter hat auch eine Aufgabe: Sie soll nämlich besser mit mir umgehen als früher.“

*Name geändert

Junge mit Helm gesichert an der Seilbahn AN
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