Drei junge Frauen im Gespräch

Frauenräume schaffen - Normalität leben

Bianca W. wuchs in einer kleinen Wohnung in einem Mehrfamilienhaus auf. Ihr Zimmer teilte sie sich mit zwei kleineren Geschwistern. Die wechselnden Beziehungen ihrer Mutter belasteten sie sehr und sie hatte Angst vor den neuen Partnern. „Wir haben uns oft allein gefühlt, keiner hat sich um uns gekümmert“, blickt die junge Frau zurück. Die Mutter nahm sich kaum Zeit. „Zum Essen gab es meistens etwas aus der Dose oder andere Fertiggerichte“, erzählt die heute 20-Jährige. Auch in der Schule war es nicht leicht: Hausaufgaben machte sie selten, den Unterrichtsbeginn dagegen verpasste sie häufig. Für Aufstehen, Anziehen und Frühstücken musste sie selbst sorgen. Die Mutter interessierte sich nicht für die Leistungen ihrer Kinder und unterstützte sie nicht.

„Je älter ich wurde, umso weniger fühlte ich mich in der kleinen Wohnung wohl“, erinnert sich die junge Frau. Einen Schulabschluss hat sie nicht geschafft und Maßnahmen des Jobcenters nicht dauerhaft besucht, da ihr die nötigen Lebensgrundlagen wie Pünktlichkeit und Regeln einhalten, fehlten. Es gab immer öfter Streit, bis die Mutter ihr nahe legte, auszuziehen und sie und ihren Partner in Ruhe zu lassen.

Neuer Anfang im Café Bunt

Einige Wochen blieb Bianca W. bei einer Bekannten – dort konnte sie jedoch nicht bleiben. So suchte sie die Notunterkunft im Café Bunt auf, denn ganz allein auf sich gestellt, fühlte sie sich überfordert und einsam. Wie sucht man eine Wohnung und wie stattet man einen Haushalt aus? Essen kochen oder eine Einkaufsliste erstellen hatte sie nie gelernt. Ein Formular auszufüllen fiel ihr schwer. Eine Sozialarbeiterin unterstützte sie, die finanzielle Existenzsicherung zu beantragen. Doch wie soll es weiter gehen?

„Junge Frauen wie Bianca W. begegnen uns immer öfter im Café Bunt“, berichtet Einrichtungsleiterin Marlies Zimmermann. „Um sie sicher auf einen Weg in die Gesellschaft zu bringen, benötigen sie eine engmaschige Betreuung, die ihren Alltag strukturiert und bei Anforderungen des täglichen Lebens unterstützt. Diese intensive Arbeit kann das Café Bunt derzeit nicht leisten.“

Das Café Bunt möchte daher eine Wohnung für zwei bis drei Personen kaufen und einrichten. Sie soll in Not geratenen, jungen Frauen die Möglichkeit bieten, in das normale Leben hineinzuwachsen, mit dem Ziel nach möglichst kurzer Zeit selbständig in einer eigenen Wohnung leben zu können. „Die Investition in die jungen Frauen sehen wir als sinnvoll an, um sie langfristig auf eigene Füße zu stellen mit der Perspektive, ihr Leben selbstständig und ohne Hilfe gestalten zu können.“

In einer geschützten Wohngemeinschaft lernen Sie sich selbst und den Haushalt zu organisieren und darüber hinaus, in die Fertigkeiten des täglichen Lebens wie Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit hineinzuwachsen. Unterstützen Sie die jungen Frauen auf Ihrem Weg zurück in die Gesellschaft.

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