Chirurgie

Sie haben eine Einweisung für eine Operation von Ihrem Facharzt oder Ihrem Hausarzt erhalten? Die Abteilung Chirurgie der Hunsrück Klinik Simmern freut sich über Ihr Vertrauen, sich diesem Eingriff in unserem Haus zu unterziehen. Chefarzt Dr. Hans-Peter Mayer und sein Team heißen Sie willkommen und decken ein breites Spektrum an chirurgischen Teildisziplinen versiert ab.

Die Allgemeinchirurgie ist breit aufgestellt und operiert Kopf bis Fuß. Ihr zugeordnet ist die Bauchchirurgie (Viszeralchirurgie), die beispielsweise bei Erkrankungen von Magen, Darm, Galle, Leber und Bauchspeicheldrüse operativ Abhilfe schafft. Aber auch die Behandlung von Venenleiden („Krampfadern“)  gehören zum Alltag des Teams. Die Unfallchirurgie, die vorwiegend bei Notfällen zum Einsatz kommt, kümmert sich um Patienten mit akuten Verletzungen. Die Endoprothetik schließlich wird angewendet, wenn Ihre Gelenke schmerzen und Knie oder Hüfte nach einem Ersatz verlangen.

Viszeralchirurgie

Viszeralchirurgie

Operationen an den inneren Organen zählen zur Viszeralchirurgie. Darunter versteht man den Bauchraum, mit Leber, Galle, Niere, Magen-Darm-Trakt, Bauchspeicheldrüse und Speiseröhre. Aber auch Eingriffe an der Bauchwand, beispielsweise bei einem Leisten- oder Nabelbruch (Hernie), oder der Schilddrüse werden von Viszeralchirurgen durchgeführt. Besonders bei Krebserkrankungen und Tumorentfernung sind die Fachärzte mit diesem Schwerpunkt die Experten.

Besonders häufig sind Operationen am Magen-Darm-Trakt, z. B. bei Darmkrebs. Die Behandlung ist darauf ausgerichtet, eine schnelle Wiederherstellung der normalen Körperfunktionen, eine rasche Mobilisierung und eine schnellere Genesung, auch bei großen Operationen, sicherzustellen. Hernienoperationen, Eingriffe an der Gallenblase und am Blinddarm, erfolgen wie die meisten Magen-Darm-Operationen, in der Regel endoskopisch (minimalinvasiv, Schlüssellochtechnik). Mit dieser Technik wird durch das Setzen eines sehr kleinen Schnittes unter Verwendung  einer Videokamera und schlanker Instrumente eine größere Bauchoperation vermieden. Schmerzen nach der Operation werden verringert, die Gefahr der Wundinfektion minimiert und der Heilungsprozess verkürzt. Und: Es bleiben kaum sichtbare Narben zurück.

Verdauungstrakt

Oberarzt Dr. Michael Federhenn ist der Experte für die endoskopisch-chirurgische (Teil-)Entfernung von Dickdarm und Mastdarm. Er ist zudem Spezialist in den Bereichen Schilddrüsenchirurgie und Proktologie, also den Erkrankungen des Enddarms. Auch bei Erkrankungen des oberen Verdauungstraktes, zum Beispiel bei Zwerchfellbrüchen (Hiatushernien), ist Federhenn der Experte in der Hunsrück Klinik.

Unfallchirurgie und Lokales Traumazentrum

Unfallchirurgie und Lokales Traumazentrum

Etwa 50 Prozent der Operationen, die in der Abteilung Chirurgie durchgeführt werden, entfallen auf die Unfallchirurgie. Die Versorgung von Knochenbrüchen aller Art spielt dabei eine besondere Rolle. Ziel ist es, die verletzte Extremität mit modernen Verfahren zu stabilisieren und eine schnellere Beweglichkeit und Funktion wiederherzustellen. Sportverletzungen an Meniskus, Kreuzband oder Sehnen gehören zu den besonders oft behandelten Unfällen. Der Einsatz moderner Implantate ermöglicht in aller Regel eine schnelle Stabilisierung. 

Heute werden zumeist Implantate, die aus Titanlegierungen gefertigt sind, verwendet. Titan ist ein idealer Baustoff für solche Implantate, da er sehr gut gewebeverträglich ist. Allergien gegen Titan sind bislang nicht bekannt. Der Werkstoff wird vom Organismus problemlos angenommen und eingebaut. Diese Techniken und Implantate gewährleisten eine schnelle Wiederherstellung der anatomischen Verhältnisse sowie eine stabile Fixierung der gebrochenen Skelettanteile. Die Durchblutung bleibt erhalten, Weichteile werden geschont, so dass die Heilung ungestört verlaufen und die Mobilisierung früh beginnen kann.

Der Chefarzt der Abteilung ist von den Berufsgenossenschaften zur Behandlung von Arbeits- und Wegeunfällen zugelassen (Durchgangsarzt). Es besteht ebenfalls eine Zulassung für die ambulante Behandlung vor und nach einem stationären Krankenhausaufenthalt.

Lokales Traumazentrum

Die Abteilung Chirurgie an der Hunsrück Klinik ist seit 2011 als Traumazentrum der Basisversorgung durch die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) zertifiziert. Das belegt, dass die Abteilung über alle Voraussetzungen für eine optimale Behandlung von Schwerverletzten, z. B. nach Verkehrsunfällen, erfüllt. In diesem Sektor arbeiten Chirurgen, Anästhesisten und Radiologen eng und routiniert zusammen, denn bei Traumata zählt jede Minute. Die Abteilung ist Teil des Traumanetzwerkes Mittelrhein und arbeitet dort mit den größeren Kliniken im Verbund.

Der Begriff Trauma kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Unfall“. In einem Traumazentrum können rund um die Uhr Menschen kompetent versorgt werden, die ein Polytrauma erlitten haben. Davon spricht man, wenn jemand gleichzeitig verschiedene Verletzungen hat, wobei mindestens eine Verletzung oder die Kombination mehrerer Verletzungen lebensbedrohlich ist.

„Es geht darum, dem Verletzten schnell die bestmögliche Diagnostik und Behandlung zukommen zu lassen. Zum einen ist dazu spezialisiertes Personal notwendig. Außerdem ist es wichtig, standardisierte Abläufe vorzuhalten. Denn nach einem Unfall zählt jede Sekunde. In solchen Fällen muss jeder Handgriff sitzen.“
Dr. Hans-Peter Mayer
Chefarzt Hans-Peter Mayer

Alterstraumatologie

Die Zahl der alten Menschen wächst und mit ihr die der älteren Patienten. Diese sind wiederum überdurchschnittlich oft von Unfällen betroffen. Dem Team der Unfallchirurgie der Hunsrück Klinik ist es ein besonderes Anliegen, diesen Menschen gerecht zu werden. Denn uns ist bewusst, dass durch einen Unfall im hohen Lebensalter die eigenständige Lebensführung akut gefährdet ist, wenn die Beweglichkeit als Unfallfolge auf der Strecke bleibt. 

Heute stehen uns eine Reihe von Operationsverfahren und Implantaten zur Verfügung, die eine sehr schonende Rekonstruktion gebrochener Gliedmaßen erlauben. In vielen Fällen ist eine sofortige Belastbarkeit möglich, zumindest jedoch im Anschluss an eine physiotherapeutische Behandlung. Durch eine frühe Mobilisation lassen sich Muskelabbau und Kräfteverlust weitgehend vermeiden. Wir helfen Ihnen, rasch wieder auf die Beine zu kommen.

EndoProthetikZentrum

EndoProthetikZentrum

Endoprothesen sind künstliche Gelenke, die beschädigte körpereigene Knochen und Knorpel teilweise oder vollständig ersetzen. Besonders bei Arthrose, also bei abgenutzten Knochen und Knorpeln, ist es meist notwendig, das Gelenk komplett zu erneuern. Der Eingriff lindert die Schmerzen und hilft, die Beweglichkeit wiederherzustellen.

Jährlich werden im EndoProthetikZentrum Simmern rund 250 Gelenkprothesen eingesetzt. In der Hüftendoprothetik implantieren wir in der Regel Titanimplantate mit nahezu zementfreier Technik. Titan ist ein idealer Baustoff für solche Implantate, da er sehr gut gewebeverträglich ist und vom Knochen gut angenommen wird. Um Kniegelenke zu ersetzen, verwenden wir medizinischen Stahl, der sich für die Belastungen der Kniegelenke besser bewährt hat.



Das Team um Chefarzt Dr. Hans-Peter Mayer ist spezialisiert auf Hüft- und Kniegelenke. Die Operationssäle und Geräte entsprechen modernsten Standards und erlauben ein hohes Maß an Präzision. Die erfahrenen Mitarbeiter sind für die komplexen Eingriffe umfassend geschult. Das EndoCert Zertifikat, erstmals verliehen 2015 belegt: Bei uns erhalten Sie verbriefte Qualität. 

Behandlungsverlauf

Erschrecken Sie nicht, falls ein Gelenkersatz erforderlich ist. Vereinbaren Sie einen Termin und wir erklären Ihnen in unserer Sprechstunde den genauen Verlauf der Behandlung. Sollten Sie Fragen oder Bedenken haben, zögern Sie nicht, diese zu äußern. Es geht um Ihre Gesundheit, da ist es völlig richtig, besser einmal mehr nachzufragen.

Nach der Operation und einer ausreichenden Ruhephase unterstützen wir Sie dabei, Ihr Gelenk langsam an die Bewegung zu gewöhnen. Unsere Abteilung für Physiotherapie hat über viele Jahre ein Nachbehandlungskonzept erarbeitet. Es ermöglicht Ihnen, abgestimmt auf Ihre persönlichen Bedingungen, dass Sie sich am Ende des Aufenthaltes sicher bewegen können. Hilfsmittel, wie Gehstöcke, erhalten Sie von uns. Ihre neue Endoprothese ist in aller Regel voll belastbar. So erlangen Sie innerhalb weniger Tage Ihre Selbständigkeit und Mobilität zurück. 


Unsere Mitarbeiterinnen kümmern sich darum, eine erforderliche Reha-Maßnahme rechtzeitig zu beantragen. Sie brauchen sich um nichts zu kümmern. Denkbar sind sowohl eine stationäre als auch eine ambulante Reha. Sofern seitens der Krankenkasse oder eines anderen Kostenträgers nichts dagegen spricht, können auch Ihre Ortswünsche berücksichtigt werden.

Ihr Ansprechpartner

Dr. med. Hans-Peter Mayer
Chefarzt

Hunsrück Klinik
Holzbacher Str. 1
55469 Simmern

Tel.: 06761/81-1458 Sekretariat
Fax: 06761/81-1406

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Ramona Nabli
Ihre Ansprechpartnerin

Ramona Nabli
Sekretariat Chirurgie und PJ

Hunsrück Klinik
Holzbacher Str. 1
55469 Simmern

Tel.: 06761/81-1458, 06761/81-1465 Chirurgische Ambulanz
Fax: 06761/81-1406

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