Präzision und individuelle Passgenauigkeit beim Kniegelenkersatz

Seit Jahresbeginn ist in der Abteilung für Orthopädie am Diakonie Krankenhaus in Bad Kreuznach ein innovatives, roboterarm-assistiertes Verfahren namens Mako im Einsatz. Es dient der Implantation von Knietotal-Endoprothesen und kleinen Teilprothesen, den so genannten Schlittenprothesen. Im Routinebetrieb wird das Mako-System deutschlandweit erst an drei entfernten Klinikstandorten praktiziert. In Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland ist es noch gar nicht im Einsatz. 

„Unsere bisherigen Erfahrungen und die Rückmeldungen der mit Mako operierten Patienten sind durchweg positiv. Die neue Technik ermöglicht uns, die Implantate optimal anzupassen. Der Unterschied ist vergleichbar zwischen einem Maßanzug und einem von der Stange. Nur, dass wir hier nicht über Mode reden, auch nicht über eine medizinische Mode, sondern über mehr Lebensqualität für die Patienten“, so Dr. Jochen Jung, Chefarzt der Orthopädie, die als Endoprothesenzentrum der Maximalversorgung zertifiziert ist. 

Gelenkersatz wird oft aufgrund von altersbedingtem Verschleiß (Arthrose) erforderlich. Diese geht zumeist mit schmerzhaften Einschränkungen der Mobilität einher. Aufgrund einer immer älter werdenden Bevölkerung nimmt die Zahl der (Re-)Operationen zu; nicht immer sind die Ergebnisse so, dass Patienten dauerhaft mit ihrem Gelenkersatz zufrieden sind.

CT-basierte 3-D-Modelle der Knochenanatomie
Der Roboterarm ermöglicht dem Operateur, durch exakte präoperative Planung und die während der OP erhobenen Daten viel präziser als bisher zu operieren. Im Vorfeld werden Bilder am Computertomografen erstellt. Sie zeigen die individuelle Anatomie des Knies und liefern Variablen, um daraus ein 3-D-Modell für die Implantation abzuleiten. Ziel ist die exakte Anpassung der Implantate an die Verhältnisse im Knie anhand eines individuellen OP-Plans. 

Mako: Innovative Technologie bei Kniegelenkersatz

Knieprothesen in höchster Präzision dank Robotorarm-Unterstützung

Mehr