Emilia geht es gut: Neues EEG-Gerät unterstützt die Diagnostik

Mittlerweile ist die drei Monate alte Emilia ein quirliges Mädchen, das seine Eltern auf Trab hält. Aber ihre Ankunft auf Erden verlief recht dramatisch. Nach einem Sturz ihrer Mutter kam Emilia ein paar Wochen vor dem errechneten Termin zur Welt. Sie atmete zunächst nicht und musste reanimiert werden. Dann wurde sie auf die Kinderintensivstation des Diakonie Krankenhauses verlegt. Bei der Diagnostik leistete ein neues, spendenfinanziertes aEEG-Gerät (= amplitudenintegriertes EEG) gute Dienste, mit dessen Hilfe die Hirnaktivität registriert wird. Es trägt dazu bei, Veränderungen, die beispielsweise durch Krampfanfälle entstehen, besser zu entdecken und behandeln zu können. „Mit diesem Gerät können wir eine bessere Prognose stellen und darauf basierend eine passgenaue Therapie einleiten“, erklärt der behandelnde Oberarzt, Dr. Edmondo Hammond.

„Emilias erstes EEG war schlecht“, erinnert sich ihre Mutter Hellena Weigel. „Es bestand ein hohes Epilepsierisiko.“ Aber im Laufe der Behandlung verbesserte sich das Bild zusehends, so dass jetzt die Wahrscheinlichkeit von Krampfanfällen geringer ist und die Gabe von Medikamenten verringert werden kann. Nach drei Wochen im Diakonie Krankenhaus, davon zwei auf der Kinder-Intensivstation und eine mit Monitorüberwachung im Elternzimmer, konnte Emilia nach Hause entlassen werden.

„Es ist schön zu sehen, dass die Spenden, die wir sammeln, einem kleinen Menschen helfen, gesund zu werden und seinen Weg in ein unbeschwertes Leben zu finden“, freut sich Dr. Karlheinz Ossig, der Vorsitzende der Ossig-Stiftung, über die Genesung der kleinen Emilia. „Normalerweise sehen wir als Ossig-Stiftung ja nur das Gerät, erfahren, was es kann, und warum es wichtig ist, es anzuschaffen. Aber es ist etwas ganz anderes, die kleine Emilia zu sehen und zu wissen, dass dieses Gerät den Ärzten half, die Folgen des Atemstillstands zu beurteilen. Das macht es sehr konkret und ist uns Antrieb für unser weiteres Engagement.“

Dank an die Besucher der Nockherbersch-Veranstaltung

Ermöglicht haben die Anschaffung die Besucher der Nockherbersch-Veranstaltung. „Ich danke allen Spendern und dem ausrichtenden Verein ‚Fidele Wespe‘ sowie der Sparda-Bank Südwest, die die Spendensumme verdoppelt hat“, so Ossig. Auf diese Weise kamen rund 33.740 Euro zusammen, die an die Ossig-Stiftung weitergeleitet wurden, die ihrerseits seit Jahren Projekte der Kinderabteilung des Diakonie Krankenhauses unterstützt. „Das aEEG-Gerät kostete mehr als 10.000 Euro. Wir sind sehr froh, dass so viele Menschen über die Ossig-Stiftung dazu beitragen, unser Perinatalzentrum Level 1 mit modernsten Geräten auszustatten“, freut sich Kinderarzt Dr. Hammond.