Ambulante Hilfen zur Erziehung

Unterstützung von Familien, Kindern und Jugendlichen in ihrer Lebenswelt

Die ambulanten Hilfen unterstützen Familien, Kinder und Jugendliche in ihrer Lebenswelt bei der Bewältigung von Alltagsproblemen und Krisen, in ihrer Erziehungsfähigkeit sowie im Kontakt mit Ämtern und Institutionen.

Die Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Niederwörresbach entwickelt die ambulanten Angebote bedarfsentsprechend weiter. Auf Grundlage der hohen fachlichen Kompetenzen und systemischen Grundhaltung unserer pädagogischen Fachkräfte, die alle über differenzierte Zusatzqualifikationen verfügen, bieten wir umfassende, sich ergänzende Angebote an: 

Unsere Angebote
Begleiteter Umgang

Begleiteter Umgang

Umgang mit beiden Elternteilen gewährleisten

Im Rahmen von Sorgerechts- und Umgangsentscheidung bei Trennung und Scheidung kann das Familiengericht nach § 1684 Abs. 4 BGB anordnen, "dass der Umgang nur stattfinden darf, wenn ein mitwirkungsbereiter Dritter anwesend ist. Dritter kann auch ein Träger der Jugendhilfe oder ein Verein sein; dieser bestimmt jeweils, welche Einzelperson die Aufgabe wahrnimmt."

Die konkreten Inhalte des Begleiteten Umgangs werden im Hilfeplan vereinbart.

Erziehungsbeistandschaft

Erziehungsbeistandschaft

Konflikthafte Lebenssituationen meistern

Die Erziehungsbeistandschaft ist ein Angebot der ambulanten Erziehungshilfe. Der Auftrag besteht in der Klärung und Bearbeitung konflikthafter Lebenssituationen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Dabei wird die Aufrechterhaltung des gewohnten und vertrauten Lebenskreises von Kindern und Jugendlichen in ihren Familien angestrebt.

Bei älteren Jugendlichen kann auch neben der Bewältigung familiärer Konfliktsituationen die Klärung und Unterstützung der schulischen und beruflichen Perspektive sowie die Verselbstständigung im Mittelpunkt stehen. Die Beratung zielt auf eine längerfristige lebensweltorientierte Problemlösung ab und hat in der Regel aufsuchenden Charakter.

Zielgruppe

Das Angebot des § 30 SGB VIII richtet sich an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene und deren Familien,

Pädagogische Ziele

Zeitlich befristete Beratung, Betreuung und Begleitung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen und deren Familien bei:

Sozialpädagogische Familienhilfe

Sozialpädagogische Familienhilfe

Hilfe zur Selbsthilfe

Sozialpädagogische Familienhilfe (§31 SGB VIII) soll durch intensive Betreuung und Begleitung Familien in ihren Erziehungsaufgaben, bei der Bewältigung von Alltagsproblemen, der Lösung von Konflikten und Krisen sowie im Kontakt mit Ämtern und Institutionen unterstützen und Hilfe zur Selbsthilfe geben. Sie erfordert die Mitarbeit der Familie.

Zielgruppe

Pädagogische Ziele

Ziel der Sozialpädagogischen Familienhilfe (SPFH) ist es, die Familien dahingehend zu unterstützen und zu begleiten, dass sie ihre Ressourcen wiederentdecken, neu erschließen und erweitern und somit zu einer selbständigen Lebensführung kommen:

Betreutes Wohnen

Betreutes Wohnen

§ 41 i.V.m. § 34 SGB VIII

Selbstständigkeit und Eigenverantwortung weiterentwickeln

In dieser ambulanten erzieherischen Betreuungsform sollen Jugendliche bzw. junge Erwachsene die Möglichkeit haben, selbstständiges und eigenverantwortliches Handeln zu festigen und ihre schulischen und beruflichen Perspektiven zu entwickeln.

Sie eignet sich besonders für junge Menschen, bei denen ein Verbleib bei den Angehörigen nicht mehr möglich ist, bei denen die Unterbringung oder der Verbleib in einer Pflegefamilie oder in der Gruppenbetreuung einer Einrichtung nicht oder nicht mehr angezeigt ist.

Zielgruppe

Pädagogische Ziele

Um dem jeweiligen Entwicklungsstand gerecht zu werden, ist das Gesamtkonzept von der Möglichkeit geprägt, verschiedene Zielsetzungen in verschiedenen Entwicklungsphasen anzustreben. Leitlinie dabei ist, durch flexible Übergänge mit unterschiedlicher Betreuungsintensität im jeweils geeigneten räumlichen Setting durch die „Hilfe aus einer Hand“  dem jeweils individuellen Bedarf gerecht zu werden. 

Ambulantes Clearing

Ambulantes Clearing

Das Ambulante Clearing orientiert sich an der aufsuchenden sozialpädagogischen Familienhilfe und deren Methoden. Anhand der Fragestellungen des Jugendamtes und der Familie wird eine von allen Beteiligten getragene Einschätzung der Situation der Familie erarbeitet.

Zielgruppe

Pädagogische Ziele

Im Mittelpunkt der Arbeit stehen Fragen

Video-Home-Training (VHT)

Video-Home-Training (VHT)

Analyse gefilmter Alltagssituationen

Video-Home-Training (VHT) ist eine kurze, intensive Form aufsuchender Familienarbeit. Ihr liegt ein lösungs- und lebensweltorientierter, die Eltern in ihrer Handlungskompetenz und in ihrer Elternrolle aktivierender und unterstützender Ansatz zu Grunde. VHT filmt die Familie in ihren Alltagssituationen. Anschließend werden die Aufnahmen mit dem Fokus auf gelungene Interaktion mit der Familie gemeinsam analysiert.

Zielgruppe

VHT bietet Hilfe für Kinder vom Babyalter bis zu zwölf Jahren bei:

Pädagogische Ziele

Ablauf

1. Filmaufnahme von Situationen

Zu Beginn der Maßnahme besucht der/die VHT-Trainer/-in Sie wöchentlich, wobei wechselweise eine Situation aufgenommen und in der folgenden Woche besprochen wird. In der Regel umfasst das VHT sechs bis zehn solcher Einheiten.

2. Kommunikationsmuster betrachten

Endlose Diskussionen über die Hausaufgaben, jeden Abend wird es spät beim Zubettgehen, das Zimmer bleibt unaufgeräumt. Wer kennt solche Situationen nicht? Manchmal können diese alltäglichen Dinge zu einer  Krise führen,  man „sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht“. 
Video-Home-Training (VHT)  kann bei akuten Erziehungsproblemen hilfreich sein und Sie bei der Bewältigung einer Krise unterstützen.
VHT ist eine familienbegleitende Maßnahme, die Ihre Fähigkeiten in der Erziehung Ihrer Kinder erweitert und stärkt. Beim VHT fängt die Kamera im Alltag die Kommunikationsmuster der Kinder und Eltern bzw. der Mutter oder des Vaters ein. Mit einem/einer geschultem/-n Pädagogen/-in filtern Sie gemeinsam die gelingenden Elemente raus, verstärken diese und üben sie ein. Beim VHT stehen Sie und Ihr/-e Kind/-er im Mittelpunkt, Sie legen fest, welche Erziehungsfragen in den Fokus genommen werden.

Im Fokus steht die Kommunikation

3. Fähigkeiten ausarbeiten

Wenn etwas nicht gelingt, dann spürt man die Konsequenzen meist schnell. Doch wie geht es besser? Um das herauszufinden, kann Sie VHT mit professioneller Begleitung unterstützen. In der Regel läuft ja nicht alles schlecht. Sie als Mutter oder Vater wünschen gute Kontakte zu Ihren Kindern - wie können Sie diese wieder herstellen? Die Kinder senden positive Signale - wie können Sie diese besser erkennen? Im VHT geht es nicht um lange Analysen von Problemen. Das VHT hilft, die schon vorhandenen, gelingenden Anteile im Miteinander von Eltern und Kindern aufzuzeigen und weiter zu verbessern. Die Bilder der Kamera zeigen den Beteiligten, was in der Kommunikation gelingt und wie sie gegebenenfalls geändert werden kann.

I-Kräfte | Inklusionsfachdienst

I-Kräfte | Inklusionsfachdienst

Eltern von Kindern mit Behinderungen, Entwicklungsverzögerungen und/oder Verhaltensauffälligkeiten sind immer weniger bereit, für ihre Kinder anstrengende Fahrwege und die Ausgrenzung aus dem alltäglichen Lebensumfeld in Kauf zu nehmen. Des Weiteren bietet die  Integration ein unschätzbar wichtiges Lernfeld für Toleranz und Solidarität und den Umgang mit „Andersein“ für Kinder mit und Kinder ohne Behinderungen.
Die Plätze in integrativ arbeitenden Einrichtungen reichen oftmals insbesondere im ländlichen Raum nicht aus. Durch den Einsatz qualifizierter Fachkräfte der Stiftung kreuznacher diakonie werden Integrationsmaßnahmen in pädagogischen Regeleinrichtungen (Kitas und Schulen) ermöglicht.

Ziel der Integrationsmaßnahme ist es, Kinder mit (drohenden) Behinderungen, Entwicklungsverzögerungen und/oder Verhaltensauffälligkeiten in Regeleinrichtungen zu fördern und in diese zu integrieren.

Weitere Informationen finden Sie unter:

I-Plätze in der Integrativen Kindertagesstätte Bad Kreuznach | Kinderhaus Arche

I-Kräfte | Ambulanter Inklusionsfachdienst 

Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung

Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung

Leistungsgrundlage

§ 27 SGB VIII i.V.m. § 35 SGB VIII für Jugendliche sowie die Hilfe für junge Volljährige gemäß § 41 SGB VIII i.V.m. § 35 SGB VIII.

Zielgruppe

Junge Menschen, für die die Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung als Hilfe angezeigt ist, haben in der Regel eine besonders problembelastete Lebenssituation zu bewältigen. Ihr Erfahrungshintergrund ist meist geprägt durch Beziehungsabbrüche, Vernachlässigung, Vereinsamung, Gewalt und andere Verletzungen ihrer psychischen und physischen Integrität. Diese Belastungen und ihre Auswirkungen gefährden die soziale Integration und haben dann beispielsweise zur Folge, dass die jungen Menschen ihren Lebensmittelpunkt auf der Straße suchen und Hilfe benötigen, um nicht in gefährdende Milieus wie die Drogen-, Prostitutions- und Gewaltszene abzugleiten oder sich darin zu verfestigen.

Für diese jungen Menschen sind andere Angebote der Erziehungshilfe ungeeignet, sie zu erreichen, mit ihnen in Kontakt zu treten und eine notwendigerweise längerfristige, intensive Beziehungsarbeit aufzubauen. Eine zu enge Zielgruppenfixierung und eine Defizitorientierung ist zu vermeiden.

Zielsetzung

Die Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung verfolgt laut Gesetzestext das Ziel der sozialen Integration und eigenverantwortlichen Lebensführung des jungen Menschen.

Die Umsetzung dieser Zielsetzung muss jedoch immer und gerade auch bei der Intensiven sozialpädagogischen Einzelbetreuung an den Besonderheiten des Einzelfalles orientiert sein. Sie muss folglich als ein angestrebter Idealzustand verstanden werden, dem sich die Betreuung oft nur über Umwege und individuelle Zielanpassungen schrittweise annähern kann.

In diesem Sinne konzentrieren sich die spezifischen Ziele, die der Intensiven sozialpädagogischen Einzelbetreuung durch die Zielgruppe vorgegeben sind, im wesentlichen auf die Stärkung der psychosozialen Kompetenzen und die Stabilisierung der Persönlichkeit des jungen Menschen, um eine befriedigende Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Dazu bedarf es des Abbaus von Gefährdungen und entwicklungsbedingten Krisen . Die individuellen Ziele werden im Hilfeplanverfahren festgelegt.

Leistungsinhalte

Die Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung soll in der Lebenswelt des jungen Menschen unter Einbezug der vorhandenen und nutzbaren sozialen Ressourcen stattfinden und ist auf lebenspraktische Hilfen unter Nutzung auch weiterer Leistungen der Jugendhilfe und anderer Träger ausgerichtet.

Die Betreuung besteht aus gesprächs-, handlungs- und gegebenenfalls auch erlebnisorientierten Inhalten. Sie umfasst neben der intensiven Hilfestellung bei persönlichen Problemen und Notlagen auch Hilfestellung bei der:

Stefanie Greweling
Ihre Ansprechpartnerin

Stefanie Greweling
Bereichsleitung Ambulante Hilfen zur Erziehung

Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Niederwörresbach
Hauptstraße 55-59
55758 Niederwörresbach

Tel.: 06785/9779-80
Fax: 06785/9779-90

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