Um Mitarbeitende in diakonischen und ethischen Fragestellungen zu unterstützen und um das ethische Profil der Stiftung kreuznacher diakonie zu schärfen, verfasst der Ethikausschuss Positionspapiere.
Grundsätze zur Sterbegleitung (2001)
Die Grundsätze zur Sterbegleitung waren das erste Papier, das der Ethikausschuss verfasste. Auslösend waren die Richtlinien zur ärztlichen Sterbebegleitung, die in grundsätzlich überarbeiteter Version 1998 von der Bundesärztekammer herausgegeben wurde. 2001 wurden die Grundsätze für die Krankenhäuser der Stiftung kreuznacher diakonie verabschiedet. 2002 folgten die Fassungen für die Seniorenhilfe, die Behindertenhilfe und die Wohnungslosenhilfe.
Grundsätze Künstliche Ernährung - PEG - (2004)
Diese Grundsätze wurden auf Initiative des Ethikausschusses erstellt. Beauftragt war das Ethikkomitee des Diakonie Krankenhauses, das in Zusammenarbeit mit dem Qualitätsmanagement einen interdisziplinären Arbeitskreis zusammenstellte, welcher die nachfolgenden Ausführungen erarbeitete. Dem Arbeitskreis gehörten Pflegende, Ärzte, Seelsorger, Sozialdienstmitarbeiterin, Altenpflegerin und eine auf die ambulante Betreuung von Patienten mit PEG-Sonden spezialisierte Krankenschwester an. Die erarbeiteten Papiere (Grundsätze, Ergänzende Patienteninformationen, Checkliste, PEG-Sonde als Ablaufsonde) wurden im Ethikkomitee, im Qualitätssteuerungsausschuss und im Ethikausschuss diskutiert.
Anschließend wurden sie an die Chefärzte und Pflegedienstleitungen aller Krankenhäuser der kreuznacher diakonie sowie an die Ethikkomitees von Saarland- und Hunsrück-Klinik mit der Bitte um Rückmeldungen verschickt. Die eingegangenen Veränderungsvorschläge wurden im Ethikausschuss diskutiert und die Papiere entsprechend überarbeitet. Im Januar 2004 erfolgte die Verabschiedung durch den Vorstand.
Grundsätze Zeugen Jehovas und Blut (2004 - aktualisiert 2010)
Bei der Behandlung von Zeugen Jehovas im Krankenhaus kommt es immer wieder zu schwierigen Gesprächen und Entscheidungssituationen wenn die Transfusion von Blut (möglicherweise) erforderlich wird. Aufgrund ihrer Glaubensvorstellungen lehnen Zeugen Jehovas Transfusionen, auch wenn ihr Leben in Gefahr ist, sogar wenn sie ohne Blut sterben werden, in der Regel ab.
Auch wenn diese Situationen nur relativ selten vorkommen, stellen sie für Ärzte und Ärztinnen, aber auch für Pflegende gravierende ethische Probleme dar. In Beantwortung einer Anfrage aus einem unserer Krankenhäuser wurde im Ethikausschuss dieses Papier erarbeitet.
Grundsätze Patientenverfügung (2006 - aktualisiert 2010)
Nachdem im Jahr 2004 die Patientenverfügung als gesellschaftspolitisches Thema an Bedeutung gewann und auf politischer Ebene mehrere Kommissionen (unterschiedliche) Stellung bezogen, beschloss der Ethikausschuss der Stiftung kreuznach diakonie ein Grundsatzpapier für unsere Krankenhäuser zu erstellen. Aufbauend auf dem christlichen Selbstverständnis und der zur Zeit gültigen Rechtslage wurde das vorliegende Papier als Hilfestellung erarbeitet. Nach der Verabschiedung des Gesetzes zu Patientenverfügungen zum 01. September 2009 wurde das Papier entsprechend aktualisiert.
Grundsatzpapier „Wahrhaftigkeit im Krankenhaus“ (2007)
Auf Initiative des Ethik-Ausschusses wurden im Jahr 2007 Grundsätze zur Wahrhaftigkeit im Krankenhaus erarbeitet und verabschiedet. Diese beschreiben den Umgang mit der Wahrhaftigkeit als ein zentrales Thema in der Beziehung zwischen behandeldem Team und Patienten.
Arbeitsschema für kundenbezogene ethische Fallbesprechungen und Entscheidungen in den Sozialbereichen Stiftung kreuznacher diakonie (2008)
Das Arbeitsschema wurde als Hilfestellung für die Erörterung ethischer Fälle und Fragestellungen in den Sozialbereichen der Stiftung kreuznacher diakonie entwickelt und am 18. 12. 2008 vom Ethikausschuss verabschiedet.
Bis Ende 2010 soll es in den sozialethischen Geschäftsbereichen der Stiftung kreuznacher diakonie erprobt werden. Nach Rückmeldungen der Praxis wird dieses Schema dann eventuell noch einmal neu überarbeitet.
Grundsätze zur Ernährung in den Einrichtungen der Seniorenhilfe kreuznacher diakonie (2009)
Diese Grundsätze wurden durch die Einrichtungen der Seniorenhilfe kreuznacher diakonie und das Referat Diakonik-Ethik erarbeitet. Sie sollen Mitarbeitenden eine Richtschnur an die Hand geben, wie bei Fragestellungen in Bezug auf die Ernährung alter Menschen zu verfahren ist.
Diese Grundsätze wurden vom Ethik-Ausschuss verabschiedet und am 04. März 2009 vom Vorstand der Stiftung kreuznacher diakonie beschlossen.
Grundsätze für gesundheitsbezogene Angebote durch die Einrichtungen der Stiftung kreuznacher diakonie (2009)
Die Grundsätze beschreiben Prinzipien teilhabeorientierter, medizinischer, therapeutischer und pflegerischer Dienstleistungsangebote der Bereiche der Behindertenhilfe der Stiftung kreuznacher diakonie. Sie verstehen sich als Beitrag zur Entwicklung und Umsetzung von Qualitätsstandards für umfassende und ganzheitliche Angebote und dienen als Basis für noch zu erstellende detaillierte Grundsatzpapiere verschiedenster Dimensionen der Versorgungsangebote.
Sterben zulassen (2011)
Empfehlungen zur Änderungen des Therapieziels von kurativer zu palliativer Therapie in den Krankenhäusern der Stiftung kreuznacher diakonie