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Bad Kreuznach
     

    Heimkinder in der Stiftung kreuznacher diakonie

    Schlafsaal in Alt-Bethesda  in den 1950/60er Jahren - Stiftung kreuznacher diakonie
    Schlafsaal in Alt-Bethesda in den 1950/60er Jahren - Stiftung kreuznacher diakonie

    Betroffene ehemalige Heimkinder sind eingeladen sich bei der Stiftung kreuznacher diakonie zu melden.

    Der Vorstand der Stiftung kreuznacher diakonie hat die Historikerin Dr. Ulrike Winkler beauftragt, die Schicksale von Kindern, die in den 1950er bis 1970er Jahren in Heimen der kreuznacher diakonie untergebracht waren, zu untersuchen. Winkler hat mit ehemaligen Bewohnerinnen und Bewohner gesprochen, damals tätige Mitarbeitende befragt und in Archiven geforscht.

    Buch erscheint im Herbst 2012
    Zum 123. Jahresfest am 21. Oktober 2012 wird die Stiftung kreuznacher diakonie die Untersuchungsergebnisse in der Buchreihe „Lebenswirklichkeiten“ der Öffentlichkeit vorstellen.

    Erste Kapitel sind geschrieben. Wir lesen sie mit großer Betroffenheit. Menschen haben Unrecht und Missbrauch in Einrichtungen der Stiftung kreuznacher diakonie erleiden müssen. Wir stellen uns unserer Verantwortung und wollen diesen Menschen heute so begegnen, dass ihre Würde nicht weiter beschädigt wird. Wir wollen erlittene Verletzungen wahrnehmen und nicht relativieren. Wir unterstützen betroffene Menschen – wenn sie dies wünschen - bei der Antragstellung an den Heimkinderfonds, den der Runde Tisch „Heimerziehung“ unter der Leitung von Antje Vollmer, der ehemaligen Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, im Jahr 2010 angestoßen hat.

    Darüber hinaus ermutigen wir alle betroffenen Menschen, die sich noch nicht bei der Stiftung kreuznacher diakonie gemeldet haben, sich mit Diakon Georg Scheffler-Borngässer, Leiter des Referats Öffentlichkeitsarbeit, in Verbindung zu setzen.

    Hausinterner „Runder Tisch“
    Aus der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit müssen wir Lehren für unser heutiges Arbeiten ziehen. Aus diesem Grund hat die Stiftung kreuznacher diakonie einen hausinternen „Runden Tisch Gewalt“ ins Leben gerufen. Er stellt sich der Tatsache, dass in vielen Beziehungen zwischen Menschen Gewalt eine Rolle spielt; offen oder verdeckt, mit Worten und mit Taten. Dieser Runde Tisch hat ein Grundsatzpapier erarbeitet, das in den unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern der kreuznacher diakonie in die Praxis umgesetzt werden soll. Wir wollen damit Gewalt enttabuisieren, dafür sensibilisieren und Mut machen, sich offen mit dem Thema auseinanderzusetzen. Zum gleichen Thema wird am 4. September 2012 das 8. Ethikforum der Stiftung kreuznacher diakonie stattfinden.



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    Diakon Georg Scheffler-Borngässer

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