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Heimkinder in der Stiftung kreuznacher diakonie

Schlafsaal in Alt-Bethesda  in den 1950/60er Jahren - Stiftung kreuznacher diakonie
Schlafsaal in Alt-Bethesda in den 1950/60er Jahren - Stiftung kreuznacher diakonie

Betroffene ehemalige Heimkinder sind eingeladen sich bei der Stiftung kreuznacher diakonie zu melden.

Der Vorstand der Stiftung kreuznacher diakonie hat die Historikerin Dr. Ulrike Winkler beauftragt, die Schicksale von Kindern, die in den 1950er bis 1970er Jahren in Heimen der kreuznacher diakonie untergebracht waren, zu untersuchen. Winkler hat mit ehemaligen Bewohnerinnen und Bewohner gesprochen, damals tätige Mitarbeitende befragt und in Archiven geforscht.

Buch  im Herbst 2012 erschienen
Zum 123. Jahresfest am 21. Oktober 2012 sind die Untersuchungsergebnisse in der Studie "Es war eine enge Welt" - Menschen mit Behinderungen, Heimkinder und Mitarbeitende in der Stiftung kreuznacher diakonie, 1947 bis 1975, von Dr. Ulrike Winkler  im Verlag für Regionalgeschichte erschienen.

Das Buch lesen wir mit großer Betroffenheit. Menschen haben Unrecht und Missbrauch in Einrichtungen der Stiftung kreuznacher diakonie erleiden müssen. Wir stellen uns unserer Verantwortung und wollen diesen Menschen heute so begegnen, dass ihre Würde nicht weiter beschädigt wird. Wir wollen erlittene Verletzungen wahrnehmen und nicht relativieren. Wir unterstützen betroffene Menschen – wenn sie dies wünschen - bei der Antragstellung an den Heimkinderfonds, den der Runde Tisch „Heimerziehung“ unter der Leitung von Antje Vollmer, der ehemaligen Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, im Jahr 2010 angestoßen hat.

Darüber hinaus ermutigen wir alle betroffenen Menschen, die sich noch nicht bei der Stiftung kreuznacher diakonie gemeldet haben, sich mit Diakon Georg Scheffler-Borngässer, Leiter des Referats Öffentlichkeitsarbeit, in Verbindung zu setzen.

Hausinterner „Runder Tisch“
Aus der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit müssen wir Lehren für unser heutiges Arbeiten ziehen. Aus diesem Grund hat die Stiftung kreuznacher diakonie einen hausinternen „Runden Tisch Gewalt“ ins Leben gerufen. Er stellt sich der Tatsache, dass in vielen Beziehungen zwischen Menschen Gewalt eine Rolle spielt; offen oder verdeckt, mit Worten und mit Taten. Dieser Runde Tisch hat ein Grundsatzpapier erarbeitet, das in den unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern der kreuznacher diakonie in die Praxis umgesetzt werden soll.

Ulrike Winkler:
"Es war eine enge Welt", Menschen mit Behinderungen, Heimkinder und Mitarbeitende in der Stiftung kreuznacher diakonie, 1947 bis 1975,
Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2012, ISBN 978-3-89534-942-3



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