Kurs 0323-20

Deeskalation in der Pflege – Fixierung ist der letzte Schritt

Mit krankheitsbedingten Aggressionen und gewalttätigen Situationen umzugehen, kann bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus allen Bereichen im Krankenhaus und in Seniorenheimen notwendig werden. Die Vermittlung von Deeskalationsstrategien ist deshalb der Grundstein für Gewaltminderung.
Das Seminar hat sich das Ziel gesetzt, mit Vorsicht, Achtung und Respekt, aber ohne lähmende Angst der Patientin/dem Patienten entgegenzutreten und mit kommunikativen sowie anatomisch logischen Mitteln der Aggressorin/dem Aggressor die Möglichkeit zu nehmen, gewalttätig zu sein. Dabei wird der Patientin/dem Patienten klar, wo die Grenzen für nicht mehr tolerierbares Verhalten liegen. Grundsätzlich ist eine Fixierung nur die Ultima Ratio, wenn alle anderen Deeskalationsstrategien versagen und Sie keine andere Lösung finden.

Nutzen:
Im Umgang mit intensiven Auseinandersetzungen und gewalttätigen Situationen werden Ihre vorhandenen Kompetenzen verbessert. Ihre Fähigkeiten werden gestärkt und Ihnen stehen mehr Handlungsmöglichkeiten zur Verfügung, um in akuten Stresssituationen deeskalierend zu wirken. Sie sind in der Lage, patientengerechte, körperschonende und verletzungsfreie Abwehrtechniken als letztes Mittel anzuwenden. Sie werden sicherer und angstfreier arbeiten.

Inhalte:
- Erlernen von verbalen und nonverbalen Kommunikationstechniken, um körperliche Auseinandersetzungen zu vermeiden
- Früherkennung potentieller Gewaltsituationen
- Aufrechterhaltung der Handlungsfähigkeit
- sicheres und angstfreies Arbeiten
- praktische Anwendung patientengerechter, körperschonender und verletzungsfreier Abwehrtechniken als letztes Mittel der Gefahrenabwehr, wenn alle anderen Möglichkeiten der Deeskalation ausgeschöpft sind

Methoden:
- Impulsreferate durch den Trainer
- Wechsel von Theorie und praktischen Übungsformen
- Reflexionen im Plenum
- Seminarunterlagen zum vertiefenden Eigenstudium

Seminarnummer:
0323-20
Ort:
Akademie, Bad Kreuznach
Teilnehmerzahl:
12 bis 16
Zielgruppe:
Mitarbeitende in der Pflege
Leitung:
Karl Lambertz, Polizist, Verhaltenstrainer
Datum:
Mo, 23. März 2020
Beginn / Ende:
9 Uhr - bis 16.30 Uhr Uhr
Teilnahmegebühr:
85,00 €  (für Mitarbeitende der Stiftung kreuznacher Diakonie)
110,00 €  (für Externe)
Anmerkungen:
Registrierungspunkte für beruflich Pflegende werden beantragt.