Niederreidenbacher Hof wird abgerissen
Wohnungslosenhilfe kreuznacher diakonie mit neuem Konzept
Im Niederreidenbacher Hof beginnt der Abriss des Hauptgebäudes. Ein ortsansässiger Bauunternehmer hat in dieser Woche mit den Entkernungsarbeiten begonnen. Bei einem Brand im Dezember 2009 wurde das Gebäude so stark beschädigt, dass ein Wiederaufbau nicht mehr in Frage kam. „Die Bewohner wurden noch in der Brandnacht provisorisch in Ausweichquartieren untergebracht“, so Mario Forsch, Geschäftsführer der Wohnungslosenhilfe kreuznacher diakonie. Das Haus steht seit dem Brand leer. Bis zum Sommer des vergangenen Jahres wurde in vielen Gesprächsrunden mit Mitarbeitern, Bewohnern und Behörden ein zukunftsweisendes Konzept für die Arbeit der Wohnungslosenhilfe kreuznacher diakonie entwickelt. Im Wesentlichen ist darin die weitere Dezentralisierung der stationären Plätze vorgesehen.
Bessere Integration in kleineren Wohnformen
Im vergangenen Jahr begann bereits die Verlegung der bisher im Niederreidenbacher Hof vorhandenen Plätze in kleinere Wohneinheiten nach Idar-Oberstein und Bad Kreuznach. „Die Unterbringung in Einzelwohnungen oder Wohngruppen in den beiden Städten erleichtert den Wohnungslosen die Integration und erlaubt besser als in abgeschirmten Einrichtungen wie dem Niederreidenbacher Hof ein normalitätsorientiertes Leben“ beschreibt Frieder Zimmermann, Geschäftsführer der Wohnungslosenhilfe kreuznacher diakonie die Vorteile des neuen Konzeptes.
Bedarfsgerechte Hilfe in Notlagen
„Auch wenn von Mitarbeitern und Bewohnern der Abriss des Gebäudes mit Wehmut gesehen wird, ist der Umbruch für die Betroffenen von Vorteil. Die Wohnungslosenhilfe kreuznacher diakonie kann ihnen mit differenzierten und bedarfsgerechten Hilfeangeboten noch besser als bisher in ihren Notlagen beistehen“ ist sich Dieter Groh-Woike, Leiter der Wohnungslosenhilfe kreuznacher diakonie in der Region, sicher. Ab sofort ist das Büro des Sozialdienstes in der Hauptstraße 287 in Idar-Oberstein die zentrale Kontakt- und Anlaufstelle für die Wohnungslosenhilfe in der Region Idar-Oberstein. Auch die Notunterkunft für die kurzfristige Unterbringung von Frauen und Männern wird von dort gewährleistet.